Rekorde auf Flüssen und Meeren

Kreuzfahrt Trotz des extremen Niedrigwassers erlebte die Flusskreuzfahrt 2018 einen Boom.

Die Lust der Deutschen auf Kreuzfahrten ist ungebrochen. Im Jahr 2018 haben 2,26 Millionen Passagiere eine Seereise unternommen – so viele wie nie zuvor und 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus der neuen Kreuzfahrtanalyse des Branchenverbandes Clia Deutschland und des Deutschen Reiseverbandes hervor.

Nordeuropa blieb 2018 das beliebteste Reiseziel für die deutschen Kreuzfahrt-Urlauber: 28 Prozent aller Reisen führten dorthin. Auf den weiteren Plätzen folgten das westliche Mittelmeer, die Kanarischen Inseln, die Karibik, das östliche Mittelmeer und die Ostsee. Im Schnitt verbrachten die Deutschen neun Tage auf dem Schiff, das Durchschnittsalter sank im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 49 Jahre. Kreuzfahrtschiffe gelten Kritikern als „Dreckschleudern“. Die Reedereien setzen nach eigenen Angaben jedoch verstärkt auf umweltfreundliche Technologien und wollen ihren CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 2008 senken.

Flussfahrten sind im Plus

Auch bei den Flusskreuzfahrten gibt es neue Höchststände: Rund 496 000 Urlauber aus Deutschland entschieden sich 2018 für diese Reiseform. Das bedeutet laut dem Branchenverband IG River Cruise ein Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zu 2017.

Der seit vielen Jahren bestehenden Zweikampf um das beliebteste Fluss-Fahrtgebiet entschied 2018 der Rhein für sich (35,9 Prozent), die Donau hatte mit 35,2 Prozent der Reisen ganz knapp das Nachsehen. Deutliche Zuwächse gab es bei Flussreisen in Frankreich, einen starken Rückgang um rund 50 Prozent in allen außereuropäischen Fahrtgebieten. dpa

© Schwäbische Post 12.04.2019 16:09
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