Lesermeinung

Zum Thema „Parkplätze an der Jagst“ in Lauchheim:

Schüler demonstrieren, Klimawandel, Feinstaub, Insektensterben, etc. sind in aller Munde.

In aller? Anscheinend nicht in Lauchheim; da werden Bäume gefällt, Hecken niedergemacht, was das Zeug hält. Städtische Flächen werden „bauhofgerecht pflegeleicht“ angelegt. Die Jagst erhält ein neues Bett, Zäune werden errichtet, alles wird schön angelegt, die Wiese davor dient als Auslauf und Weideplatz für die Tiere – ein Esel, ein Pony, Ziegen, Gänse – der ehemaligen Stadtmühle; ein schönes Naturidyll. Das schmale Sträßchen dient zugleich als Fuß- und Schulweg zum Wohngebiet Rotes Feld und als Zugang zum „Stadtpark“.

Doch das alles interessiert die Stadtspitze und die Mehrheit des Gemeinderates nicht! Wir brauchen kein Naturidyll sondern Parkplätze, zuerst das Auto, dann die Natur und der Mensch! Und deshalb werden wir das alles zerstören und mit großem Aufwand Parkplätze errichten, die an dieser Stelle kein Mensch braucht, zumal 200 Meter weiter weitgehend unbenutzte Parkplätze vorhanden sind. Und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieser Beschluss schnell noch mit dem „alten“ Gemeinderat durchgedrückt wurde. Bleibt nur zu hoffen, das der „neue“ Gemeinderat kritischer ist und Zukunftsweisender denkt und handelt.

Erst wenn der letzte Baum gerodet . . . ob das die Lauchheimer „Entscheider“ irgendwann auch einmal begreifen werden?

© Schwäbische Post 17.04.2019 17:33
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Kommentare

Frieder Kohler

Es gibt noch nachdenkliche Bürger unter der Kapfenburg ! Reicht die Neugier,  die Vorgänge um die "Operation" des Alten Krankenhauses durch die Krankenakten des Gemeinderates offen zu legen? Transparenz  ist das Gebot der Stunde, nicht nur beim Denkmalschutz um das Bärenarea, erinnert ein Kenner der schweigenden Mehrheit.