Das Reinheitsgebot und der Tag des deutschen Bieres

Im Mittelalter wurden die abenteuerlichsten Zutaten ins Bier gemixt, um einen besonderen Geschmack zu erzeugen oder es haltbarer zu machen. Der bayerische Herzog Wilhelm IV. forderte vor über 500 Jahren: Zum Brauen sollten nur wenige natürliche Zutaten verwendet werden dürfen. Am 23. April 1516 nahm er die Sache selbst in die Hand und verkündete in Ingolstadt: In Deutschland gebrautes Bier darf nur aus Wasser, Hopfen und Gerste bestehen (Hefe war damals noch nicht bekannt und wurde später nachträglich ergänzt, um die Gärung zu beschleunigen). Das deutsche Reinheitsgebot ist bis heute gültig und der Stolz der Bierbrauer. Seit 1994 wird der Tag des deutschen Bieres stets am 23 April gefeiert.

© Schwäbische Post 18.04.2019 15:01
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