Leserbeiträge

Verkehrsaufkommen reduzieren und nicht breiter verteilen! - Zum Artikel am 30.419. im Lokalen Teil – Doch kein Kreisel am Bottich -

Nun ist es raus. Nicht die Sicherheit und der Verkehrsfluss ist die Motivation für die geplanten „Ertüchtigungen“ der Anschlüsse Affalterried und Albanus samt Brückenbauwerk in Essingen-Forst, sondern die Hoffnung, dass dadurch der Verkehr breiter verteilt und über die angrenzenden Orte Forst, Dewangen, Hammerstadt, Fachsenfeld, Treppach, Affalterried, Hüttlingen und Wasseralfingen geführt werde. Vermutlich war das schon immer das versteckte Ansinnen, welches den dort wohnenden Menschen bislang vorenthalten wurde.


Alle diese Maßnahmen werden nicht den gewünschten Erfolg bringen, sondern nur noch mehr verärgerte Bürger produzieren. Entscheidend wird sein, mit welch klugen Maßnahmen das Verkehrsaufkommen zu den Hauptverkehrszeiten z.B. an der Bottichkreuzung oder auch am Berufsschulzentrum spürbar reduziert werden kann. Die täglich meist allein fahrenden Autofahrer, welche nach Aalen, an Aalen vorbei oder durch Aalen pendeln, brauchen attraktive, kostengünstige, flexible und schnelle Alternativen, um zur Arbeit, in die Schulen oder in die Stadt zu gelangen.


Die Ertüchtigungen für mehr Sicherheit könnte man z.B. am Anschluss Affalterried auch mit relativ einfachen und kurzfristig machbaren Maßnahmen und Mitteln an der bestehenden Struktur erreichen. So, wie es OB Rentschler für die B29- Auffahrt am Rombachtunnel in Richtung Norden nun vorschlägt.


Die Verantwortlichen in Stadt, Kreis und Land sollten mit gleichem Engagement und Mitteln einen Masterplan mit echten disruptiven Ideen vorstellen, wie das Verkehrsaufkommen an den neuralgischen Stellen zur Hauptverkehrszeit durch attraktive alternative Mobilitätsangebote (ÖPNV, Mitfahrzentralen, Fahrgemeinschaften, P&R-Parkplätze mit Bushaltestelle, Sonderfahrrechte auf Seitenstraßen und geteerten Wegen für Busse, allwetterfähige Wege für Fahrräder, Scooter, Roller, Boards, ect.) reduziert werden kann. Und das, bevor erneut Millionen in vermutlich nichts bringende, neue und großangelegte Straßenbauprojekte nach Schema F investiert werden.
Anton Kuhn, Affalterried

© Anton Kuhn 06.05.2019 10:16
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