Sustainable Investing: Nachhaltige Wertanlagen bedeuten keineswegs Renditeverlust

Mit einer neuen Generation Anleger ändern sich auch die Werte, die sie prägen. Vor allem die Millennials, auch Generation Y genannt, werden in den kommenden Jahren den Finanzmarkt aufmischen – und das kommt der Umwelt zugute. Laut einer Umfrage von Deloitte aus dem Jahre 2018 sehen Millennials die ethischen Richtlinien von Unternehmen als immer entscheidender an. Weniger als die Hälfte der Befragten glaubt, dass sich Wirtschaftsführer für die Verbesserung sozialer Umstände und das Klima einsetzen – 2017 waren es noch mehr als 60 %.

Ein Trend, der daher in den kommenden Jahren zunehmen wird, ist das nachhaltige Investieren (Sustainable Investment), das bei Anlegern schon jetzt eine immer wichtigere Rolle spielt. So stellen sich führende Finanzunternehmen der Herausforderung, diesen Ansprüchen gerecht zu werden – allem voran UBS. Der Schweizer Vermögensverwalter hat sich 2017 dazu verpflichtet, vom Geld seiner Kunden in den kommenden „fünf Jahren fünf Milliarden US-Dollar im Impact Investing anzulegen, um die Finanzierungslücken bei den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen zu beseitigen“.

Was bedeutet es, nachhaltig zu investieren?

Von nachhaltigem Investieren spricht man, wenn der Investor neben der Rendite auch seine persönlichen Werte bei der Auswahl der Anlageprojekte bedenkt. So wird in Projekte angelegt, die sich unter anderem für Menschenrechte und Klimaschutz einsetzen. Bei der Selektion gibt es die Möglichkeit, auf die ESG-Kriterien zurückzugreifen. ESG steht für „Environment, Social und Governance“ und hilft dabei, nachhaltige Anlagen von herkömmlichen zu unterscheiden.

Es gibt verschiedene Methoden des Sustainable Investing:

    • Bei der Ausschlussmethode richtet der Anleger den Fokus darauf, nicht in Branchen und Unternehmen zu investieren, die inkompatibel mit seinem Wertesystem sind.
    • Beim Best-in-Class-Ansatz werden die führenden Unternehmen nach den ESG-Kriterien gewählt.
    • Anders als bei Investitionen nach ESG-Kriterien ist der Ansatz des Impact Investing. Dabei geht es nicht nur um Unternehmen, die sich sozial und umweltgerecht verhalten, sondern um den Einschluss solcher, die konkret messbare soziale oder ökologische Ziele verfolgen.

Sustainable Investing ist rentabel

Wer sich für eine Anlagemöglichkeit mit einem Mehrwert für andere entscheidet, muss darüber keinesfalls auf eine gute Rendite verzichten. Eine Studie der Ratingagentur Scope Analysis hat gezeigt, dass Rendite aus nachhaltigen Wertanlagen genauso gute und zum Teil sogar bessere Ergebnisse erzielen als herkömmliche Anlagen. Abgesehen vom finanziellen Ertrag kann in den meisten Fällen bei einer nachhaltigen Investition auch der messbare Nutzen für Umwelt und Gesellschaft ermittelt und kommuniziert werden.

Darum ist nachhaltiges Investieren die Anlageform der Zukunft

Bereits 39 Prozent der Anleger weltweit haben sich für Sustainable Investment entschieden. Sie tragen damit einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der sogenannten „Sustainable Development Goals“ der Vereinten Nationen bei und ermöglichen es so kommenden Generationen, in einer lebenswerten Welt aufzuwachsen. Auch wenn nachhaltiges Investieren ähnlich wie Bitcoins zu den neueren Ideen auf dem Finanzmarkt gehört, geht man davon aus, dass sich Sustainable Investment bereits 2023 etabliert haben wird. Das breite Angebot an möglichen Kapitalanlagen, der Mehrwert für das Gemeinwohl und die Möglichkeit, gemäß den eigenen Überzeugungen zu investieren, ohne auf Rendite verzichten zu müssen – das alles spricht dafür, dass nachhaltiges Investieren für immer mehr Menschen die erste Wahl der Geldanlage sein wird.

Sustainable Investing mit UBS

USB blickt auf mehr als 150 Jahre Erfahrung als Finanzdienstleister zurück, hat eine genaue Kenntnis aller Märkte und erfüllt mit der Förderung von Sustainable Investments Verpflichtungen gegenüber Umwelt und Gesellschaft. Seit 2017 ist es das erklärte Ziel, Kunden dabei zu unterstützen, in nachhaltige Anlagen zu investieren. Klima- und Umweltschutz sind dabei genauso mögliche Investitionsthemen wie die Verbesserung von Bildungsmöglichkeiten oder die Gleichstellung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt.

Bildquelle: unsplash

© Schwäbische Post 13.05.2019 08:42
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