Königsklasse ohne die Stars von ManCity?

Dem englischen Meister droht wegen des Finanzgebarens im Verein der Ausschluss aus der Champions League.
  • Jubelszene mit dem Meisterpokal: ManCity-Trainer Pep Guardiola. Foto: Glyn Kirk/afp
Manchester City könnte wegen Verstößen gegen die Financial-Fair-Play-Regeln (FFP) aus der Champions League ausgeschlossen werden. Nach Abschluss der Untersuchung der Finanzkontrollbehörde der Europäischen Fußball-Union (Uefa) werde erwartet, dass eine Empfehlung zum Ausschluss des Scheich-Klubs vom wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb ausgesprochen werde. Das berichtet die New York Times.

Demnach sollen sich die Mitglieder der Finanzbehörde vor zwei Wochen in der Uefa-Zentrale im schweizerischen Nyon getroffen haben, um die Untersuchungsergebnisse zu finalisieren. Es wird eine Empfehlung erwartet, die einen Ausschluss des Teams von Teammanager Pep Guardiola von mindestens einer Spielzeit fordert. Yves Leterme hat als Leiter der Untersuchung das letzte Wort.

Erst am Sonntag hatten die Citizens den zweiten englischen Meistertitel nacheinander gewonnen. In der Champions League war Manchester im Viertelfinale an Ligakonkurrent Tottenham gescheitert. Der Klub hatte in den vergangenen Jahren mehr als eine Milliarde Euro in neue Profis investiert, dennoch wartet die Mannschaft um die Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan weiter auf den ersten Erfolg in der Königsklasse. Manchester hatte die Ermittlungen Anfang März noch begrüßt und diese „als Gelegenheit“ bezeichnet, um „die Spekulationen zu beenden“. Die Vorwürfe seien „völlig falsch“.

City war durch die Football-Leaks-Veröffentlichungen in Verruf geraten. Die Enthüllungsplattform hatte Ende 2018 anhand von E-Mails und internen Klubdokumenten unlautere Finanzgebaren der Skyblues aufgedeckt. City-Eigentümer Scheich Mansour soll über Jahre verschleierte Zahlungen an den Verein geleistet haben. Dies geht aus Dokumenten hervor. Abgewickelt worden sei der Betrug mit Sponsoren, die viel weniger bezahlt haben sollen, als im Vertrag festgeschrieben war. Die Differenz sei dann aus dem Privatvermögen des Scheichs geflossen. sid
© Südwest Presse 15.05.2019 07:45
171 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.