Weniger Briten eingebürgert

Im Südwesten bemühen sich vor allem Mitbürger aus der Türkei und dem Kosovo um den deutschen Pass.
In Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr 16 286 Ausländer eingebürgert worden. Türken stellten dabei mit 3490 die größte Gruppe, teilte das Statistische Landesamt am Dienstag in Stuttgart mit.

Bei den eingebürgerten Briten ist die Zahl von 773 auf 665 zurückgegangen. Allerdings scheint die Brexit-Diskussion immer noch zu wirken – im Jahr 2015 waren es gerade mal 68 Einbürgerungen von Briten im Südwesten.

Insgesamt hat sich die Zahl der Einbürgerungen im Vergleich zu 2017 um elf Prozent verringert, sie ist seit 2013 erstmals wieder zurückgegangen. Die neuen Deutschen stammen aus 142 Nationen. Zweitplatziert nach Türken sind Menschen aus dem Kosovo (1375), es folgen Griechenland (711) und Rumänien (694).

Bezieht man die Zahl der Eingebürgerten auf die Größe der im Land lebenden Bevölkerungsgruppe, liegen die Briten am höchsten mit 6,1 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgen Staatsangehörige aus Kasachstan (3,6 Prozent) sowie dem Kosovo und der Ukraine mit jeweils 2,5 Prozent.Die Türken haben eine Quote von 1,4 Prozent. Sehr gering war dagegen die Einbürgerungsquote bei Staatsangehörigen aus dem EU-Mitgliedsstaat Italien: Sie lag bei nur 0,3 Prozent.

Unter den 15 Herkunftsstaaten mit der höchsten Zahl an Einbürgerungen waren 13 europäische sowie zwei asiatische Staaten – Irak und Kasachstan – vertreten. epd
© Südwest Presse 15.05.2019 07:45
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