Lesermeinungen

Zum Bodypainting-Einhorn zur Remstal-Gartenschau:

Von einem Einhorn hat man in der Regel länger etwas als von einer Eintagsfliege. Und Repräsentationspflichten und Marketing als längerfristige Aktionen hängen häufig zusammen. Image-Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit auch. Wohl gesetzte Akzente bei solchen Aktivitäten sind hilfreich und wichtig. Wie sagt der Volksmund doch so treffend: Schmiede das Eisen, so lange es heiß ist. Am 23. Mai soll im Rahmen einer Feierstunde auch die „Gmünder Charta der Gemeinsamkeiten“ verkündet werden. Ein entsprechendes Dokument könnte doch „unser Einhorn“ übergeben. Auf jeden Fall passend zu den Leitlinien der Charta. Geht es doch um „Offenheit, Respekt und Toleranz auf allen Seiten“. Und wenn Edzard Reuter, Hauptredner an diesem Tag, zu dieser an sich als Grundgesetz-Würdigung gedachten Veranstaltung auch einen Elch mitbringt (wer erinnert sich noch an den zugehörigen Skandal rund um einen Autotest), könnten das Fabelwesen und der reale Paarhufer neben der Bühne wichtige Skandalthemen austauschen. Wem das alles zu viel ist, dem sei empfohlen, sich das Ganze mit Abstand, am besten von oben anzusehen: zum Beispiel vom fast 40 Meter hohen Himmelsstürmer – mit Blick auf das idyllische, weltoffene und engagierte Schwäbisch Gmünd.

© Schwäbische Post 15.05.2019 18:50
256 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.