Lesermeinung

Zum Leserbrief von Hannes Marcinkowski über den Auftritt von Martin Schulz in Aalen, SchwäPo vom 17. Mai:

Flegelhaft und lümmelhaft. Anders kann man die (...) klatschsüchtige und nicht zu sagen übergewichtige Leser-Attacke von Hannes Marcinkowski aus Neresheim gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten und früheren EU-Präsidenten Martin Schulz nicht bezeichnen.

Der so gescholtene Sozialdemokrat und überzeugter Europäer Schulz kommt doch nicht als Heilsbringer zu einer Kundgebung nach Aalen, sondern weil er vielmehr den besuchenden Menschen deutlich machen will, dass er mit vielen Bürgerinnen und Bürgern Aalens und darüber hinaus für ein Europa der Sicherheit, des Friedens und der sozialen Gerechtigkeit steht.

Herr Marcinkowski hat sich völlig verstiegen (...), wenn er meint, den SPD-Mann als Versager und Hinterbänkler bezeichnen zu müssen.

Ja, zugegeben, wenn sein Weg nicht immer vom erhofften Erfolg gepflastert war, so ist sein politischer Weg vom Stadtrat, Bürgermeister, Ehrenbürger seiner Heimatstadt Würselen, Bundestagsabgeordneter, mehreren Ehrendoktorwürden und über 25 Jahren mit Sitz und Stimme im Bundesvorstand und Parteipräsidium vorzeigbar.

Und mit mehr als 23 Jahren im Europäischen Parlament ist wohl der Sozialdemokrat Martin Schulz in Deutschland und weit darüber hinaus wohl bekannt (...). Ob man ihn als Prominenz oder einfach als bekannten Mann bezeichnen will, ist doch Sekundas und völlig belanglos.

(...)

© Schwäbische Post 20.05.2019 18:19
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Kommentare

Frieder Kohler

Damit Sie, Herr Maier, nicht "ein Männlein steht im Walde" singen müssen, möchte ich Ihnen wenigstens Ihr Notenblatt (hoch-) halten: Melodie und Text heben sich wohltuend ab vom Vortrag eines Solisten, der sein Liedgut aus den unteren Schubladen holte. Zur Unterstützung des Menschen Schulz griff ich schon einmal in die Vergleichskiste in "Umfallen als Prinzip: nur bei Martin Schulz?" Lernen durch Wiederholung ist wieder angezeigt https://www.schwaebische-post.de/1644993/ ! Danke Herr Maier, von einem Linksaußen!

hannes67

Hoppla, da scheint der Leserbriefschreiber aus Neresheim bei den alteingesessenen Unterkochener SPDlern einen richtig wunden Punkt getroffen zu haben. Die berechtigte Kritik an Herrn Schulz wurde augenscheinlich persönlich genommen, nur so ist die überzogen heftige Reaktion Herr Maiers wohl zu erklären.
Aber im Nachhinein hatte der Leserbriefschreiber wohl nicht Unrecht, wenn man das kümmerliche Häuflein an Zuhörern der Schulz'schen Veranstaltung vergangenen Dienstag anschaut. Es war wohl doch Zeitverschwendung dem ehrwürdigen Bürger und mehrfachen Ehrendoktor seinen überaus uninteressanten Ausführungen zu lauschen. Selbst der liebe Gott musste ob der Traurigkeit dieser Veranstaltung den ganzen Tag über fortwährend weinen - zwinker :-) und nicht ganz ernst gemeint, dafür jedoch passend!