Zeit für eine Verfassung

Schwäbische Gründerväter

Man kann es einen Erfolg für das Grundgesetz nennen, ein besserer Erfolg wäre es, wenn das Volk endlich eine eigene Verfassung ausrufen dürfte, so wie es Carlo Schmid am 8. September 1948 in seiner Rede auch forderte. Wenn man sich die Rede von Carlo Schmid anhört (YouTube), stellt man fest, das unser Grundgesetz keine Verfassung ist, da eine Verfassung vom Volk ausgehen muss. Dies ist bis heute nicht geschehen! Oder wollen das unsere sogenannten Volksvertreter nicht? Nach 70 Jahren wäre es endlich an der Zeit (...). Laut Fr. Merkel (Bundeskanzlerin) haben wir ja seid dem „4+2“-Vertrag (von 1990) so was wie ein Friedensvertrag, was als Voraussetzung notwendig ist.

© Schwäbische Post 24.05.2019 17:15
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Kommentare

Grundsätzlich ist das richtig, doch mir graut bei dieser Vorstellung. Seit Stuttgart 21, Donald Trump und dem Brexit glaube ich, dass man wichtige Entscheidungen nicht mehr dem Volk überlassen sollte. Es könnte sein, dass es die schlimmst mögliche Wendung nimmt. Sei es weil Demagogen falsche Behauptungen als Tatachen ausgeben (alternative Fakten) und eine große Mehrheit aus unkentnnis oder schlechter Allgemeinbildung diesen auf den Leim geht, oder einfach weil man protestieren will die Welt an den Abgrund treibt.

derleguan schrieb am 24.05.2019 um 17:38

Grundsätzlich ist das richtig, doch mir graut bei dieser Vorstellung. Seit Stuttgart 21, Donald Trump und dem Brexit glaube ich, dass man wichtige Entscheidungen nicht mehr dem Volk überlassen sollte. Es könnte sein, dass es die schlimmst mögliche Wendung nimmt. Sei es weil Demagogen falsche Behauptungen als Tatachen ausgeben (alternative Fakten) und eine große Mehrheit aus unkentnnis oder schlechter Allgemeinbildung diesen auf den Leim geht, oder einfach weil man protestieren will die Welt an den Abgrund treibt.

Nun treibt es mir aber die Sorgenfalten auf die Stirn, wenn ich mir die Konsequenzen einer 'Besserwisserdiktatur' vorstelle.

Das Problem mit dem Brexit war ja wohl, dass die 'Leaver' das Volk mit Schlaraffenlandvorstellungen belogen haben, während die 'Remainer' hochmütig genug waren, diese Lügen nicht mit fassbaren logischen Gegenargumenten entgegenzutreten.

Ebenso waren bei S21 die Argumente für 'oben bleiben' vielleicht zu 'grün', während die Vorstellung, den hässlichen Eisenbahnschienenwust 'unten' zu verstecken und oben eine 'Stadt' zu bauen, verlockender war.

Wie sagte Luther? "Man muss dem Volk aufs Maul schauen.", das heißt, verständlich die Argumente darlegen.

derleguan schrieb am 24.05.2019 um 17:38

Grundsätzlich ist das richtig, doch mir graut bei dieser Vorstellung. Seit Stuttgart 21, Donald Trump und dem Brexit glaube ich, dass man wichtige Entscheidungen nicht mehr dem Volk überlassen sollte. Es könnte sein, dass es die schlimmst mögliche Wendung nimmt. Sei es weil Demagogen falsche Behauptungen als Tatachen ausgeben (alternative Fakten) und eine große Mehrheit aus unkentnnis oder schlechter Allgemeinbildung diesen auf den Leim geht, oder einfach weil man protestieren will die Welt an den Abgrund treibt.

Dann sind Sie kein Demokrat! Sie gehören zu diesen Menschen in unserer Gesellschaft die meinen alle vier Jahre ein Kreuz auf dem Stimmzettel zu machen reicht! Dann wieder schön Vergnügen und Konsumieren , anstatt sich zu informieren und recherieren. Dann würde Ihnen nämlich auffallen, das wir uns schon dort befinden, was Sie in ihrem Kommentar befürchten.