Lesermeinung

Zum Neubeginn des VfR Aalen in der Regionalliga Südwest:

„Steht der Abbau der Osttribüne symbolhaft für den schleichenden Niedergang des VfR Aalen? Diesen Eindruck muss man jedenfalls gewinnen, wenn man die jüngsten offiziellen Verlautbarungen (vgl. Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Mangold, Neu-Trainer Roland Seitz) vernommen hat. Hat die Vereinsspitze, von blanker Hybris geleitet, noch vor Jahresfrist große Töne gespuckt und nach dem Motto „immer weiter nach vorn“ den baldigen Wiederaufstieg in die2. Bundesliga zur Agenda proklamiert, so flüchtet man nun ins andere Extrem, indem man tief – tiefer geht´s nicht mehr – stapelt und sich mit Understatements geradezu überschlägt.

So ist bei einem anvisierten Minikader von 18 Spielern (!) gar von einem Überlebenskampf in der Regionalliga die Rede. Wie will man mit solch düsteren und kontraproduktiven Perspektiven die Fangemeinde bei der Stange halten und für den anstehenden Dauerkartenverkauf mobilisieren? Welche dringend notwendigen Sponsoren will man angesichts pekuniärer Engpässe überhaupt noch hinter dem Ofen hervorlocken, wenn zu befürchten ist, dass der Ofen bald ganz aus sein könnte?

Jedenfalls war zwischen den Zeilen zu lesen, dass die Mission Regionalliga zu einem finanziellen Drahtseilakt werden könnte. An dieser Stelle kann ich nicht umhin zu sagen: Quo vadis, armer VfR Aalen?“

Dr. Kurt-Helmut Scheidle

Aalen-Unterkochen

© Schwäbische Post 31.05.2019 18:32
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