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Kräuterwanderung im Dellenhäule

Pimpinelle, Thymian, Hirtentäschel und natürlich ihr Lieblingskraut, die Brennnessel – Marianne Kähler kennt sie alle und weiß, was damit anzufangen ist. Bei der Brennnessel gerät sie ins Schwärmen: „Alle Teile der Pflanze sind nützlich!“ erklärt sie und streift mit bloßen Händen über die Pflanze. Der Trick: man muss von unten nach oben streifen, dann spürt man nichts. Die zahlreichen Besucher der Kräuterwanderung erfuhren, dass die Brennnessel harntreibend und entwässernd wirkt. Aus den Blättern kann man Tee, Salat und Spinat machen, die Wurzel wird zu Haarkuren, der Stiel zu Fasern verarbeitet.
Im Naturschutzgebiet Dellenhäule finden sich viele, oft unscheinbare Pflanzen mit großer Wirkung. Aber „pflücken darf man sie im Naturschutzgebiet nicht!“ warnt die Kräuterpädagogin. Ungedüngte Wiesen, fernab von Hundespazierwegen sind ideale Sammelplätze. Vom Frühjahr bis weit in den Oktober könne man sammeln. Aus vielen Pflanzen könne man Tee oder Salat machen. Sie werden teils getrocknet, teils frisch verwendet.
Wie vielseitig die Kräuter eingesetzt werden können, erfuhren die Gäste bei der anschließenden Verkostung. Kekse und Miniquiches, mit Kräutern und Samen garniert, schmeckten vorzüglich. Und die Kräuterliköre und Sirups aus Waldmeister, Kümmel und anderem Naturschätzen passten hervorragend dazu.

© Schwäbischer Albverein OG Aalen 03.06.2019 11:48
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