Es geht um Nachhaltigkeit

Zum Thema Energiewende und zum Leserbrief von Andrea Steidle:

Die Grünen versetzen die Menschen in Deutschland in Panik. Schon wieder. Ozonloch, saurer Regen, das Waldsterben und jetzt auf einmal auch noch die Axt, die an unseren Wohlstandswurzeln ansetzt. Allein ihre chronologische Auflistung lässt mich verzücken. Diese Jünger, die völlig überstürzt eine Energiewende fordern. Greta-Thunberg-Apostel sozusagen. Bereits 1972 fand in Stockholm die erste UNO-Weltkonferenz zum Thema Umwelt statt, 1984 wurde der Katalysator für Autos in Deutschland Pflicht, 1992 gab es in Rio de Janeiro eine halbwegs vielversprechende Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung, im Jahr 2000 wurde in Deutschland erstmals beschlossen, Kernkraftwerke nach einer bestimmten Zeit abzuschalten. Das Klima hat sich in dieser Zeit dadurch nicht großartig verändert, stimmt. Das Klima umfasst per Definition Vorgänge über Zeiträume von etwa 30 Jahren. Frau Steidle, so leid es mir tut, es geht bei „grüner Politik“ um Nachhaltigkeit, Ressourcen schonen, Klimaschutz, bzw -wandel, um ethisch und sozial vertretbares Wirtschaften. Es geht um unsere Zukunft, die weiterer Generationen hier in Deutschland und halt eben auch auf der ganzen Welt. Und die hängt nicht allein vom Verbrennungsmotor ab.

© Schwäbische Post 11.06.2019 18:02
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Kommentare

derleguan

Haben Sie auch schon die Nachricht bekommen, dass die Gebäudeelementarversicherung ihres Hauses nächstes Jahr wieder kräftig ansteigt? Begründet wird das mit den statistischen Daten, aus denen hervorgeht, dass Aufgrund des Klimawandels die Wahrscheinlichkeit, einer Überschwemmung und damit eines Schadens am Haus deutlich angewachsen ist. Wie verrückt ist das denn? Schon vor dem Klimagipfel in Kattowitz liefen die Klimabremser zu Hochleistungen auf, und warnen vehement vor einem zu schnellen Ausstieg aus der Kohle. Das könnte Arbeitsplätze gefährden. Wenn ich auf den Anstieg meiner Gebäudeversicherung sehe, bleibt mir jetzt schon die Luft weg, da brauche ich den Kohlendioxidausstoß gar nicht mehr.
In den nächsten Wochen entscheidet sich, ob wir endlich aus der Kohle aussteigen. Deswegen sollten jetzt alle Bürger am Ball bleiben, den Hambacher Wald schützen, die Kohlewirtschaftselite in die Wüste schicken und mit Spenden an Umwelt- oder Protestorganisationen wie Campact oder Greenpeace spenden, damit die in Kattowitz für den Kohleausstieg jetzt gleich und sofort kämpfen!