Schädliche Unsicherheit

Präsident des IfW kritisiert US-Strafzölle scharf.
Die Verunsicherung durch die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump ist nach Einschätzung des Ökonomen Gabriel Felbermayr aktuell das größte Risiko für die Weltkonjunktur. „Man weiß nicht, welches Land demnächst in sein Visier gerät“, sagte Felbermayr knapp ein Jahr, nachdem Trump erstmals Strafzölle gegen China verhängt hatte. „Dieser Schaden ist schwerer zu fassen, aber wahrscheinlich deutlich größer als der, der tatsächlich durch Zölle verursacht wird“, sagt der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Er schätzt den Schaden für den Welthandel durch Zölle langfristig auf rund 90 Mrd. EUR jährlich.

Problematisch ist aus Felbermayrs Sicht aber vor allem die wachsende Unsicherheit auch in Europa. „Verunsicherte Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück, Verbraucher verschieben möglicherweise Anschaffungen.“ dpa
© Südwest Presse 12.06.2019 07:46
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