Lesermeinung

Massentourismus und Umwelt:

Nicht genug, dass zu Beginn der Schulferien und an Brückentagen Blechkarawanen auf überfrequentierten Autobahnen mit ihren Schadstoffen die Luft verpesten. Der Kreuzfahrttourismus erlebt neuerdings einen Boom, und das auf Kosten der Umwelt und dem Klimawandel zum Trotz. Diese modernen Kreuzfahrer des 21. Jahrhunderts überschwemmen wie Heuschreckenschwärme attraktive Küstenregionen und Inseln. So erleben beispielsweise Venedig und Mallorca jahraus jahrein eine wahre Invasion von Touristen aus aller Welt. Nicht zu vergessen die Kerosinschleudern und Ozonkiller über den Wolken. Immerhin werden Billigflüge und Überseereisen zu Schnäppchenpreisen von den Touristikunternehmen auch für Ottonormalverdiener schmackhaft gemacht. Und erst der Hype um Open-Air-Highlights und Popfestivals, die ein mit diversem Plastikmüll übersätes Schlachtfeld hinterlassen! Obwohl das umweltzerstörerische Phänomen des Massentourismus hin länglich bekannt ist und von überwiegend grün angehauchten Ökoaktivisten thematisiert wird, scheinen selbige es an der nötigen Konsequenz vermissen zu lassen und auf derlei Freizeitaktivitäten nicht gänzlich verzichten zu können. Oder sind die mittlerweile annähernd 30 Prozent der Wählerschaft an dieser Entwicklung völlig unbeteiligt?

© Schwäbische Post 17.06.2019 20:12
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Kommentare

derleguan

Fridays for future bringt unsere Rollen schon ganz schön durcheinander: Die Kinder sind vernünftig und sorgen sich schon heute um das Morgen. Die Erwachsenen dagegen klammern sich an ihren Lieblingsspielzeugen fest und fangen an zu quengeln: "Lasst uns doch bitte weitermachen - nur noch gaaanz kurz!"  

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derleguan schrieb am 18.06.2019 um 15:13

Fridays for future bringt unsere Rollen schon ganz schön durcheinander: Die Kinder sind vernünftig und sorgen sich schon heute um das Morgen. Die Erwachsenen dagegen klammern sich an ihren Lieblingsspielzeugen fest und fangen an zu quengeln: "Lasst uns doch bitte weitermachen - nur noch gaaanz kurz!"  

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