Internationale Gäste in Jagstzell

Beim 4. Fußball-visco-Jagsttalcup in Jagstzell kämpfen am Samstag regionale Mannschaften um zwei Startplätze für das top besetzte U11-Turnier mit internationalen Teams am Sonntag.
  • Die Vorjahressieger des VfB Stuttgart bei der Pokalverleihung. ?Foto: rat

Jagstzell. Zum vierten Mal steigt am Wochenende auf der Sportanlage des SV Jagstzell der visco-Jagsttalcup: Ein U11-Turnier, das mit prominenten Klubs aufwartet.

Samstags kämpfen 20 Mannschaften aus den Bezirken Ostwürttemberg und Hohenlohe um die Finalteilnahme beim Qualifikationsturnier, denn die berechtigt zum Start beim Hauptturnier am Sonntag. Dann geht es gegen die Nachwuchsteams von Profimannschaften aus den höchsten Ligen: Der 1. FC Heidenheim, Borussia Mönchengladbach, FC Augsburg und Titelverteidiger Stuttgarter Kickers warten in den Gruppen.

Startplätze schnell vergeben

SV-Cheforganisator Alexander Köder ist froh, das schon frühzeitig die Teilnehmerliste voll besetzt waren. Bereits im November war der letzte Startplatz vergeben, was vor allem seinem Netzwerk und Engagement sowie dem guten Ruf des Turniers aus den Vorjahren geschuldet ist. „Wir haben erstmals auch internationale Gäste“, freut sich Köder über die Zusagen des Erstligisten FC St. Gallen aus der Schweiz und des Zweitligaaufsteigers FC Dornbirn aus Österreich. Bei den Schweizern half Köder der Kontakt zu Peter Zeidler, der die Schweizer Profis trainiert. Der Böbinger war bei der ersten Auflage des Jagstzeller Turniers 2010 selbst dabei, weil seine Tochter mit dem TSV Böbingen mitspielte. „Damals war er Co-Trainer unter Ralf Rangnick bei der TSG Hoffenheim“, erinnert sich Köder. „Er hatte damals ein Originaltrikot von Marvin Compper mitgebracht, das der beste Spieler unseres Turniers bekam.“ Nun mischen also zwei Teams aus dem Ausland mit beim Hauptturnier mit Mannschaften bis aus Jena oder Duisburg. Die weiten Anreisen machen es für die Organisatoren nicht einfacher, „knackig“ sei es diesmal vor allem wegen der hohen Zahl an Übernachtungsgästen: „Wir müssen etwa 70 Spieler aus fünf Mannschaften unterbringen“, sagt Köder, „da sind wir am Limit.“ Sogar im Feuerwehrheim wird eine Mannschaft mit Feldbetten einquartiert.

Wir haben erstmals auch internationale Gäste.

Alexander Köder, Organisator

Wenn der Ball rollt

Schon lange läuft die akribische Planung, ab Mittwoch herrscht dann Hochbetrieb auf der Sportanlage. Direkt nach Saisonende der Aktiven war der Platz durch eine Fachfirma präpariert worden, hatte dann vier Wochen zum Erholen und wird am Donnerstag nun noch einmal gemäht, um beste Bedingungen zu gewähren. Am Freitag folgt der Spielfeld- und Turnierleitungsaufbau, damit ab Samstagmorgen dann der Ball rollen kann und das Turnier reibungslos über die Bühne geht. Die Stuttgarter Kickers hatten im Vorjahr am Ende die Nase vorn, im Finale hatten sie den großen Konkurrenten VfB Stuttgart bezwungen. Klar, dass „die Blauen“ wieder zum Favoritenkreis gehören.

Gespannt darf man sein, ob sich am Samstag einer der kleineren Dorfvereine gegen den Nachwuchs der höherklassigen Teams des TSV Essingen, der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach und des FC Normannia Gmünd durchsetzen kann. Das Erlebnis für die jungen Fußballer, einmal gegen die Klubs mit den großen Namen auflaufen zu können, haben sich die Gastgeber natürlich für all’ ihren Aufwand gesichert: Der SV Jagstzell ist am Sonntag als Gruppenkopf gesetzt – die zwei weiteren Startplätze warten als Lohn auf die besten Teams am Samstag. Benjamin Leidenberger

© Schwäbische Post 24.06.2019 21:07
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