Lesermeinung

Zur neuen Fantribüne des VfR Aalen:

„Es ist an der Zeit, eine Grundsatzentscheidung zu treffen, welche seit Jahren aufgeschoben wird: Will man den VfR Aalen, will man Profifußball in der Stadt, oder nicht.

Fakt ist nämlich, dass die Lippenbekenntnisse und die Flickschusterei der vergangenen Jahre mit ein Hauptgrund dafür waren, dass sich der einstige Fußball-Zweitligist mittlerweile in den Niederungen des Amateurfußball wiederfindet.

Ein Fußballverein funktioniert in vielerlei Hinsicht wie ein Wirtschaftsunternehmen. Zuallererst muss man investieren, um erfolgreich zu sein. Von Nichts kommt eben Nichts! Das, was die Stadt Aalen die letzten Jahre betreibt, ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Es ist kurzsichtig und immer nur das allernötigste, es fehlt der Weitblick. Zur Ausgangsfrage, die man im Hinblick auf den Sportbürgermeister wohl mit Ja beantworten kann: Es ehrt Herrn Karl-Heinz Ehrmann, wenn er die Notwendigkeit einer Fantribüne erkennt. Jedoch greifen seine Überlegungen auch nicht weit genug. Schon wieder sucht man die absolute Minimallösung, die für alle Seiten unbefriedigend ist und verweist auf die Zukunft getreu dem Motto: „Der Verein muss wieder mal in Vorleistung gehen“.

Eben genau so stellt sich kein Erfolg ein. Eine rund 500 Zuschauer fassende Tribüne entspricht in keiner Weise den Anforderungen, war doch bereits im Jahre 2012 beim Aufstieg aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga eine Tribüne in dieser Größenordnung viel zu klein und regelmäßig überfüllt.

Zudem ist die Fanszene des VfR Aalen in den vergangenen sieben Jahren deutlich gewachsen und hat sich zu einem stimmungsvollen Rückhalt des Vereins entwickelt, so wie durch eindrucksvolle Choreografien bundesweit einen Namen gemacht. Die Fankultur gilt es zu fördern und nicht im Keim zu ersticken. Ein Wellblechdach zur Förderung der Akustik ist deshalb dringend von Nöten, ganz im Gegensatz zur bisherigen Dachkonstruktion, welche die Stimmung dämpft.

Daher mein Appell: Stadt Aalen bekenne dich endlich zum VfR, investiere in die Zukunft und unterstütze diese einzigartige Fankultur und den Verein. Helft mit und schafft die Grundvoraussetzung, damit er bald wieder im Profifußball zu Gange ist.

Denn auch die Stadt profitiert in vielerlei Hinsicht davon!“

Roland Maier
Aalen

© Schwäbische Post 27.06.2019 17:39
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Kommentare

tsh

Fakt ist nämlich, dass die Lippenbekenntnisse und die Flickschusterei der vergangenen Jahre mit ein Hauptgrund dafür waren, dass sich der einstige Fußball-Zweitligist mittlerweile in den Niederungen des Amateurfußball wiederfindet.

....und ich Naivling dachte, das komme daher, dass der VfR soviele Spiele verloren hat?

....einzigartige Fankultur.... Denn auch die Stadt profitiert in vielerlei Hinsicht davon!

Ja! Vor allem durch Schmierereien, wilde Beklebungen und - an Spieltagen - Verkehrsbehinderungen. Danke!

Koepf

tsh schrieb am 28.06.2019 um 06:33

....und ich Naivling dachte, das komme daher, dass der VfR soviele Spiele verloren hat?

Ja! Vor allem durch Schmierereien, wilde Beklebungen und - an Spieltagen - Verkehrsbehinderungen. Danke!

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Telegrafenamt

tsh schrieb am 28.06.2019 um 06:33

....und ich Naivling dachte, das komme daher, dass der VfR soviele Spiele verloren hat?

Ja! Vor allem durch Schmierereien, wilde Beklebungen und - an Spieltagen - Verkehrsbehinderungen. Danke!

+1

Michael Sauter

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