Einblicke in eine spannende Geschichte

Die Apex Tool Group GmbH stellt an diesem Samstag sowohl ihre Produktion als auch die wechselvolle Geschichte des Firmenstandorts in dem engen Tal oberhalb Reichenbachs vor. Spielmöglichkeiten für Kinder sowie ein gastronomisches Angebot fehlen natürlich nicht.
  • Am Samstag kann der Firmensitz der Apex Tool Group besichtigt werden. Foto: Jürgen Eschenhorn
  • Die insektenfreundliche Blumenwiese bei Apex. Foto: je

Westhausen-Reichenbach. Ein Tag der offenen Tür in dieser Größenordnung wird am Samstag erstmals bei Apex organisiert. Ab 10 Uhr ist das Gelände für die Besucher geöffnet, um 11.30 Uhr erfolgt die offizielle Begrüßung durch Geschäftsführer Bernd Frühwald und Westhausens Bürgermeister Markus Knoblauch. Die Mitarbeiter wollen an diesem Tag zeigen, was und wie produziert wird. Spezielle Führungen und eine Ausstellung stellen die Geschichte eines ganz besonderen Industriestandorts anschaulich vor.

Gemeinsam feiern

Am Samstag steht jedoch das gemeinsame Feiern im Vordergrund. Für das leibliche Wohl der Gäste wird aufs Feinste gesorgt; Foodtrucks stehen bereit und ein Festzelt wird aufgestellt. Mit großen Aufwand ist eine Bildergalerie erstellt worden, die unter dem Titel „Gebäude – Menschen – Maschinen“ einen facettenreichen Einblick in die Geschichte des Standorts bietet.

Einblicke in die moderne Produktion erhalten die Besucher selbstverständlich auch. Und es wird die Produktionspalette der modernen Werkzeuge demonstriert. Erst seit wenigen Monaten gibt es einen neuen Showroom, den ein Mitarbeiter mit „einfach cool“ beschreibt. Hier darf dann auch durchaus selbst zum Werkzeug gegriffen werden und es wird zum Beispiel geschraubt wie in der Montage der Autoindustrie. Auch die sozialen Projekte, die alljährlich von Apex umgesetzt werden, werden vorgestellt – in diesem Jahr war es eine neue Außenspielanlage für den Kindergarten Westerhofen.

Besondere Führungen

Übrigens soll es den Kindern auch beim Tag der offenen Tür nicht langweilig werden. Remsi, das Bienenmaskottchen der Remstal-Gartenschau, darf von jungen Künstlern bemalt werden und die fertigen Werke können dann gleich auf der neu angelegten Blumenwiese aufgestellt werden.

Nicht nur für Kinder dürfte es interessant sein, sich auf einen Schlüsselanhänger den eigenen Namen lasern zu lassen – ein Andenken an diesen Tag. Den Besuchern werden Führungen durch das Werk und die moderne Produktion angeboten. Einen besonderen Nervenkitzel versprechen vor allem die historischen Führungen, die in die weitläufigen Bunkeranlagen in den Berghängen links und rechts des Firmengeländes führen. Eine Gelegenheit, in die Vergangenheit des Standorts einzudringen, die selten geboten wird. wom

60 Jahre Standort in Westhausen-Reichenbach

Seit 60 Jahren werden am Standort Westhausen Präzisionswerkzeuge und Sondermaschinen hergestellt.

Die Geschichte des Standorts ist jedoch noch älter und reicht bis 1936 zurück. Damals hat das Reichswehrministerium in Berlin beschlossen, in dem engen Waldtal oberhalb von Reichenbach einen Betrieb zur Herstellung von Kartuschen anzusiedeln. Die Collis-Metall-Werke.

Im April 1945 wurden die Collis-Werke von US-Truppen besetzt, ab 1946 wurden die Maschinen demontiert. Von 1950 bis 1958 nutzten unter anderem die Firma Universal und die Nadelfabrik Groz-Beckert die Gebäude.

Der Bau von Werkzeugen begann im Jahr 1959, als die amerikanische Firma Gardner-Denver einen Betrieb zum Bau von Druckluftwerkzeugen aufbaute.

1979 wird der Betrieb von Cooper Industries übernommen, der Name wurde aber erst 1998 in Cooper Power Tools umgewandelt.

Seit Juli 2010 ist das Unternehmen die deutsche Repräsentanz der Apex Tool Group GmbH.

© Schwäbische Post 16.07.2019 21:33
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