Kirchheim am Ries hat jede Menge zu bieten

Erstmals 1153 urkundlich erwähnt, ist Kirchheim am Ries heute eine beliebte Wohngemeinde. Bürgermeister Willi Feige beleuchtet, was den Ort so liebens- und lebenswert macht.
  • Kirchheim am Ries liegt in einer wunderschönen Naturlandschaft am westlichen Riesrand. Das Kloster (links im Bild) prägt den Ort und ist von weitem sichtbar. Foto: Klemm
  • In die Klosteranlage führt ein stattlicher Durchgang durch einen Turm. Foto: AK
  • Das imposante Kloster in Kirchheim. Foto: AK
  • Der Brunnen vor dem Rathaus. Foto: Gemeinde Kirchheim

Kirchheim/Ries. Kirchheim am Ries liegt am westlichen Riesrand und ist in eine wunderschöne Naturlandschaft am Fuße des Blasienbergs eingebettet. Bopfingen mit dem Ipf ist nur ein paar Kilometer entfernt, zum Goldberg ist es nur ein Katzensprung und auch Nördlingen ist nicht weit.

Die Gemeinde hat auch in Bezug auf die Infrastruktur, die Kultur und Historie viel zu bieten und ist ein attraktiver Wohnstandort. Derzeit zählt die Gemeinde Kirchheim am Ries 1865 Einwohner. Die Gesamtkirchengemeinde Kirchheim am Ries besteht aus den Ortsteilen Benzenzimmern, Dirgenheim, Kirchheim am Ries und den Weilern Jagstheim, Osterholz, Heerhof und Kalkofen.

Urkundlich erwähnt wurde Kirchheim erstmals 1153. Im Laufe von Jahrhunderten wuchs es aus drei Teilen zusammen: Unterkirchheim, Oberkirchheim und dem Kloster. Neben dem imposanten Kloster, das die Ortschaft Kirchheim prägt, gehören die evangelische Jakobus-Kirche und die Kapelle St. Martin zum Ortsbild. Ein sehr großes alemannisches Gräberfeld mit 518 Gräbern wies den Ort als alemannisches Urdorf aus.

Der 600 Meter hohe Blasienberg, der unter Naturschutz steht, wird gerne auch als „kleiner Bruder des Ipf“ bezeichnet. Er ist ebenfalls ein Zeugenberg. Ein besonderes Kleinod ist das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Mariä Himmelfahrt in Kirchheim. Im Jahre 1267 stiftete Graf Ludwig III. von Oettingen am Rande des damaligen Doppeldorfes Kirchheim mit den Pfarreien St. Martin im unteren und St. Jakob im oberen Dorf ein Frauenkloster und begabte es reich. Durch spätere Erwerbungen gelangte das Kloster allmählich zu stattlichem aber zerstreutem Besitz. Im Jahre 1307 wurden die beiden Pfarreien zusammengelegt. Zwei kulturelle Highlights hat Kirchheim zudem mit den Passionsspielen in Dirgenheim und dem Freilichttheater, das in der Klosteranlage veranstaltet wird, zu bieten.

Gut ausgebaute Infrastruktur

Ich bin sehr froh, dass wir so engagierte Bürger in Kirchheim haben.

Willi Feige  Bürgermeister

In Bezug auf die Infrastruktur steht die Gemeinde Kirchheim am Ries gut da. „Wir haben Metzgerei, Bäckerei, eine gute Gastronomie und einen Allgemeinarzt. Unsere Kindergärten und die Grundschule sind sehr gut belegt. Außerdem haben wir rund 30 Vereine, die sich stark einbringen und das Gemeindeleben bereichern. Ich bin sehr froh, dass wir so engagierte Bürger in Kirchheim haben“, erklärt Bürgermeister Willi Feige, der ergänzt: „Wir sind ständig bemüht, unseren Bürgern attraktive Wohnbauplätze anzubieten. Erst jüngst haben wir im dritten Bauabschnitt des Baugebietes „Kleines Feldle“ sieben Bauplätze erschlossen, die ab sofort zum Verkauf bereit stehen.“ Weiteres Ziel ist es innerorts leerstehende Gebäude und Brachflächen nutzbar zu machen, auch um so den Flächenverbrauch einzudämmen. Bürgermeister Willi Feige freut sich darüber, dass Kirchheim als einer der wenigen Gemeinden im Land als Schwerpunktgemeinde in das „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“ (ELR) aufgenommen wurde über einen Zeitraum von fünf Jahren. Man bekommt dabei einen Mittelrahmen zugesprochen und Fördervorrang. Gemeinwohlorientierte Projekte können dadurch leichter umgesetzt werden.

Als weitere wichtige Zukunftsaufgabe sieht Bürgermeister Willi Feige, umfassende Kanalsanierungen anzugehen.

Achim Klemm

© Schwäbische Post 02.08.2019 15:26
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