Hier schreibt der Böhmerwaldbund Aalen

Böhmerwäldler feierten in Passau ihr Bundestreffen

  • Über 80 Trachtenträger beim Volkstumsabend in der Dreiländerhalle
  • Trachtenträger aus Aalen vor dem Trachtenfestzug durch die Passauer Innenstadt
  • Ausstellungstisch der Heimatgruppe Aalen in der Dreiländerhalle

Bereits am Freitag starteten Aalens Böhmerwäldler mit einem Bus in Richtung Passau um das 30. Bundestreffen der Böhmerwäldler zu besuchen. Bei der Anreise machten wir einen ersten Halt in Landshut um den prächtigen Rathaussaal zu besichtigen in dem auf großformatigen Gemälden die Landshuter Hochzeit dargestellt ist. Anschließend ging es weiter nach Deggendorf um eine Schifffahrt von Metten bis Niederalteich und zurück zu unternehmen. Auf der in diesem Bereich freifließenden Donau erlebten wir das Naturschutzgebiet „Isarmündung“ bei herrlichem Sonnenschein. Am frühen Abend erreichten wir unser Hotel Burgwald in Passau, hier wurden wir verköstigt und in geselliger Runde ließen wir den Abend ausklingen.
Am Samstag besuchten wir in Passau die Ausstellung über die „Kulturpreisträger der Stadt Passau“ in den Räumen der St. Anna Kapelle. Dieser Preis wird seit 1962 von der Stadt Passau an Persönlichkeiten und Institutionen vergeben, die sich insbesondere auf dem Gebiet der bildenden Kunst, der Literatur oder der Volkstumsarbeit verdient gemacht haben. Auf über 40 Ausstellungstafeln wurde hier viel Interessantes über die Preisträger zusammengetragen. Nach einer Stärkung beteiligten sich die Aalener Trachtenträger mit Fahne am Trachtenfestzug durch die Passauer Innenstadt in Richtung Dom. Nach der Kranzniederlegung und der anschließenden Andacht besuchten wir am Abend in der Dreiländerhalle den von den Jugendgruppen und Sing- und Spielscharen aus Bayern und Baden-Württemberg dargebotenen Volkstumsabend. Es war ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus den über 80 Trachtenträgern bei den Tänzen zuzusehen und Liedern zuzuhören.
Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst in der Dreiländerhalle, den Domkapitular i.R. Alois Ehrl und Pfarrer Klaus Hoheisel zelebrierten. Anschließend begrüßte Franz Payer die Fahnenabordnungen und führte weiter durchs Programm. Die Bundesvorsitzende Birgit Kern führte in Ihrer Rede aus daß die Böhmerwäldler nicht mit Hass und Zorn auf ihre tragische Geschichte schauen würden. Vielmehr hätten sie ihr Schicksal als Signal und Mahnung gesehen, daß niemand seiner Heimat beraubt werden dürfe. Es ist wichtig die Vergangenheit zu verstehen aber die Böhmerwäldler hätten sich für die Zukunft entschieden und nicht im Damals verharrt. Heute können wir ein Sprachrohr für ein offenes Europa sein. Oberbürgermeister Jürgen Dupper meinte der Stadt Passau sei es bei der Übernahme der Patenschaft 1961 ein besonderes Anliegen gewesen den Böhmerwäldlern Halt zu geben. Die Böhmerwäldler zeigen beispielhaft wie ein Teufelskreis von Hass und Gewalt durchbrochen werden könne und wie Annäherung und Aussöhnung möglich werde. Er blickte bereits in die Zukunft und lud alle zum 60jährigen Bestehen der Patenschaft beim nächsten Bundestreffen in zwei Jahren ein. Die Bundesjugendleiterin Elisabeth Januschko sprach ein beachtenswertes Grußwort zu ihrer Motivation das Amt zu übernehmen und dem Erhalt des Brauchtums sowie der aktuellen Situation der Jugend innerhalb des Bundesverbandes.
Bei der Rückfahrt wurden durch Obmann Werner Marko die drei Reisetage nochmals zusammengefasst bevor wir zu einem abschließendem Abendessen in Herrieden einkehrten, danach steuerten wir wieder unser Vereinsheim in Aalen an.

© Böhmerwaldbund Aalen 04.08.2019 14:18
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