Gründer und ihre Herausforderungen in Baden-Württemberg

  • Für Gründer ist die eigene Webseite oft der Ort, an dem neue Kunden zum ersten Mal auf das eigene Angebot aufmerksam werden | Bild: unsplash, Christin Hume

Immer mehr Gründer sind in Baden-Württemberg auf wirtschaftlichen Erfolg in einem neuen Arbeitsverhältnis aus. All jenen stellen sich verschiedene Herausforderungen, die bis auf dem Weg zum wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen zu überwinden sind. Wir werfen einen Blick auf die wichtigen Stolpersteine, die es auf dem Weg nach oben im Blick zu behalten gilt und die ganz entscheidend für den weiteren Werdegang in der jeweiligen Branche sein können.

Metropole oder schwäbische Idylle?
Eine erste wichtige Entscheidung, die besonders in Baden-Württemberg von großer Bedeutung ist, bleibt die Wahl des Standorts. Auf der einen Seite stehen Metropolen wie Stuttgart, Karlsruhe oder Mannheim, die über ein pulsierendes Leben, viele junge Absolventen und eine starke Infrastruktur verfügen. Doch nicht jeder Gründer ist restlos zufrieden mit dem Angebot, das ihm vor Ort zur Verfügung steht. Dies liegt vor allen Dingen an den hohen Mieten, wie sie in diesem Bereich immer wieder befürchtet werden müssen. Im Ballungsraum stellt das Anmieten der Arbeitsfläche bereits eine erste starke finanzielle Herausforderung dar, welche die erzielten Gewinne klar schmälern kann. Umso wichtiger ist es, die Wahl des Standorts gut zu überdenken.

Während das Land im Hinblick auf die Kosten deutliche Vorzüge mit sich bringt, steht auf der anderen Seite so mancher Nachteil. Zum einen fällt es dort deutlich schwerer, die gewünschten Arbeitskräfte für sich zu gewinnen. In großer Zahl sind diese stattdessen am Leben in der Stadt interessiert. Auf der anderen Seite fehlt es auf dem Land oft an der digitalen Infrastruktur, die jedoch für Gründer von entscheidender Bedeutung ist. So klafft letztlich eine Lücke zwischen den beiden Parteien, bei der zunächst nicht klar ist, wie sie gefüllt werden kann.

Der Launch der Webseite
Doch auch im Internet stellen sich den Gründern im Südwesten zunächst Hürden in den Weg. Wer die eigene Webseite startet, um fortan im digitalen Raum auf die eigenen Angebote aufmerksam machen zu können, erhält zunächst nicht die ersehnte Aufmerksamkeit. Tools wie die Suchmaschinenoptimierung müssen in Zusammenarbeit mit renommierten Agenturen eingesetzt werden, um sich selbst ins Spiel zu bringen und verstärkt auf die eigenen Angebote aufmerksam zu machen. Backlinks und einzigartiger Content sind zwei wichtige Mittel, um dieses Ziel zu erreichen. Eine organische Linkstruktur, die über Linkbuilding verstärkt werden kann, trägt zu einem besseren Ranking der Seite bei. Sind darüber hinaus noch die richtigen Keywords auf der Seite zu finden, so hat auch dies einen klar positiven Einfluss auf die Bilanz.

Für Gründer ist die eigene Webseite oft der Ort, an dem neue Kunden zum ersten Mal auf das eigene Angebot aufmerksam werden. Daher ist es für sie ganz und gar essentiell, entsprechende Mühen in die Gestaltung zu investieren. An und für sich handelt es sich hier um einen Weg, den finanziellen Grundstein für das spätere Geschäft zu legen. Schon in Anbetracht dieser Tatsache lohnt es sich, ganz bewusst an diese Aufgabe heranzutreten und sie so früh wie nur möglich zu erledigen und aus der Welt zu schaffen.

Organisation der Fördermittel
Auch das Land Baden-Württemberg ist sich längst darüber im Klaren, wie groß die Bedeutung der Gründer noch über Jahre hinaus sein wird. Während große Konzerne immer wieder in Schwierigkeiten geraten und sich in der Zeit der Digitalisierung neu aufstellen müssen, übernehmen verstärkt kleine Firmen ihre Aufgaben. Auf lange Sicht kann ein Gründer zum Ausgangspunkt eines Unternehmens werden, das in einer Region für zahlreiche Arbeitsplätze verantwortlich ist und damit die Zukunft sichert. Entsprechend früh wurden Fördermittel zur Verfügung gestellt, die über unterschiedliche Stellen generiert werden können. Sie sollen den Gründern die Chance geben, sich gerade in der ersten Phase ganz und gar auf das eigentliche Geschäft zu konzentrieren und dort die ersehnten Fortschritte zu machen.

Doch zur Hürde wird die Organisation jener Gelder, die nicht immer klar ist. Gründer wissen oft nicht darüber Bescheid, an welcher Stelle sie nun an die wirtschaftliche Unterstützung kommen können. So fehlt es womöglich an der notwendigen Geduld, um sich den Weg bis zu den Summen zu bahnen. Dies wird für das gesamte Projekt zu einem Risiko, da nun schneller erste Einnahmen generiert werden müssen, um am Ende des Tages alles wieder auf sicheren Beinen stehen zu haben.

Ein Wandel der Arbeitswelt
Der Wandel in der Arbeitswelt ist noch längst nicht abgeschlossen. Daher wird es auch in den nächsten Jahren darum gehen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und Gründern den Rücken zu stärken. Aufgrund ihres positiven Einflusses auf die Wirtschaft im Südwesten müssen ihnen gute Grundlagen zur Seite gestellt werden. Nicht zuletzt auf der schwäbischen Alb gäbe es viele interessante Standorte, die in den nächsten Jahren noch erschlossen werden konnten. Ziel muss es sein, auch abseits von Stuttgart und Karlsruhe innovative Kräfte an sich zu binden, die sich ansonsten für die Abwanderung entscheiden. Das so wichtige letzte Wort ist in dieser Angelegenheit in jedem Fall noch nicht gesprochen.

Bild: unsplashChristin Hume

© Schwäbische Post 12.08.2019 09:51
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