Neuer Präsident in Guatemala

Der konservative Politiker Alejandro Giammattei wird neuer Präsident Guatemalas. Das Wahlamt erklärte ihn per vorläufigem Ergebnis zum Sieger der Stichwahl gegen die frühere Präsidentengattin Sandra Torres, die für die Sozialdemokraten angetreten war. Nach Auszählung fast aller Stimmen lag der frühere Chef der Gefängnisverwaltung am Sonntagabend (Ortszeit) faktisch uneinholbar bei rund 58 Prozent.

Giammattei wird somit im kommenden Januar für vier Jahre das Amt des Staats- und Regierungschefs als Nachfolger von Jimmy Morales antreten. Die Verfassung erlaubt keine Wiederwahl. „Der Moment Gottes ist gekommen“, sagte Giammattei, der bereits bei den drei vorherigen Präsidentenwahlen angetreten war. „Wir werden das Land wiederaufbauen.“

Der neue Präsident hatte bereits Ärger mit der Justiz: Wegen eines blutigen Einsatzes der Sicherheitskräfte in einer Haftanstalt im Jahr 2006 – während Giammatteis Zeit als Chef der nationalen Gefängnisverwaltung – saß er fast ein Jahr lang in Untersuchungshaft. Letztlich wurde er aber freigesprochen. dpa
© Südwest Presse 13.08.2019 07:45
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