Österreicher bieten für Osram

Der Kampf um die Übernahme des angeschlagenen Lampenherstellers Osram (München) ist neu entbrannt. Nachdem das Angebot der US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle bei Anlegern auf Skepsis stieß, hat der österreichische Halbleiterkonzern AMS (Graz) einen zweiten Anlauf gestartet.

AMS will Osram für 38,50 EUR je Aktie oder insgesamt 4,2 Mrd. EUR komplett übernehmen und die beiden Unternehmen dann zusammenschließen. Der Sensorenhersteller aus der Steiermark will sich den Kaufpreis bei den Banken UBS und HSBC leihen und sich anschließend über die Ausgabe neuer Aktien 1,5 Mrd. EUR frisches Kapital besorgen. Die LED-Produktion soll von Asien nach Deutschland verlagert, das Werk Regensburg mit 2600 Beschäftigten ausgebaut werden. AMS rechnet mit Synergien von 300 Mio. EUR jährlich. Abgeschlossen werden soll die Transaktion vor Juli 2020.

Osram und die IG Metall hatten das erste AMS-Angebot im Juli als Versuch einer feindlichen Übernahme abgelehnt. Kritikpunkte waren die unklare Finanzierung und die offene Zukunft der deutschen Standorte. dpa
© Südwest Presse 13.08.2019 07:45
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