Klagen weiter getrennt

Gericht lehnt die Bündelung der Verfahren im Dieselskandal ab.
Für das Musterverfahren zur VW-Dieselaffäre ist es nach Auffassung des OLG Braunschweig nicht möglich, sämtliche Klagen zu bündeln. Für Schadenersatzansprüche gegen die Volkswagen AG sei ausschließlich das Landgericht Braunschweig zuständig, für Ansprüche gegen VW-Hauptaktionär Porsche SE hingegen das Landgericht Stuttgart, entschied das OLG. Dagegen ist Rechtsbeschwerde zum BGH möglich.

Beide Unternehmen sind Musterbeklagte im Verfahren, in dem VW-Investoren Schadenersatz in Milliardenhöhe für Kursverluste nach Bekanntwerden des Dieselbetrugs fordern. Musterklägerin ist die Deka Investment. „Ungeachtet der heutigen Entscheidung ist Volkswagen weiterhin der Auffassung, dass das sach- und beweisnächste Gericht über alle angeblichen Ansprüche der Kläger entscheiden sollte“, sagte ein VW-Sprecher. dpa
© Südwest Presse 13.08.2019 07:45
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