Bopfingen entwickelt sich dynamisch

In der „Stadt am Ipf“ ist derzeit vieles in Bewegung. Vor allem in den Ortsteilen wurden Dorfplätze neu gestaltet, schnelles Internet steht in Aussicht. Kultur und Natur bieten einen hohen Freizeitwert.
  • Der neu gestaltete Dorfplatz in Aufhausen. Foto: mj
  • Der Dorfplatz in Unterriffingen erstrahlt seit kurzem ebenfalls in neuem Glanz. Fotos: mj

Bopfingen. In der Stadt unter dem Ipf tut sich allerlei. Im April wurde mit dem neuen Ipftreff ein modernes Einkaufszentrum geschaffen. Die neuen Dorfplätze machen das Wohnen auch in den Teilorten sehr attraktiv und leisten einen wichtigen Beitrag zur Revitalisierung der alten Ortskerne.

Einen großen Schritt für die Versorgung hat Bopfingen mit dem neuen Ipftreff gemacht. Prominent gelegen an der B29 und angelehnt an die Innenstadt, ist auf dem Gelände eine moderne, attraktive Einkaufsmeile entstanden. „Wir schlagen die Brücke zwischen der Innenstadt und der B 29,“ sagt Bürgermeister Dr. Gunter Bühler. Mit dem Vollsortimenter REWE, dem Drogeriemarkt dm und dem Textiler AWG sind hier wichtige Magnete für Bopfingen entstanden, von denen auch die Läden in der Innenstadt profitieren. Der Durchgang zwischen Einkaufszentrum und Innenstadt hat sich sehr bewährt. Noch fehlt die Gastronomie im Ipftreff, doch diese ist bereits in den Startlöchern.

Starke Nachfrage für Bauplätze

Ein weiterer Meilenstein ist der „Ipf-Express“. Dieser hat sich gerade für Ältere und junge Mütter als sehr ansprechend und nützlich erwiesen. „Er ist schon zur Marke geworden,“ sagt Bühler. Nicht nur, dass die Fahrgäste es leichter zum Einkaufen haben, auch soziale Kontakte werden mit und in dem Bus gepflegt. „Jemand aus Oberdorf, der nicht mehr so gut zu Fuß ist, kann jetzt seine Freunde in Schlossberg oder Bopfingen wieder häufiger besuchen,“ lacht das Stadtoberhaupt. Es werden sogar Stadtrundfahrten mit dem Bus gemacht.

Wie interessant das Wohnen in Bopfingen geworden ist, zeigt auch die Nachfrage nach Bauplätzen. Derzeit ist die Stadtverwaltung dabei, neue Bauplätze in den Teilorten und in Bopfingen selbst zu schaffen. „Die Nachfrage ist sehr stark“, sagt Bühler. Viele junge Familien möchten ein Eigenheim errichten. In einigen Teilorten ist es bereits geschafft, jüngst in Kerkingen, wo bereits viele Bauplätze vergeben sind.

Neu gestaltete Dorfplätze

Wir wollen hier eine Atmosphäre schaffen, in der man sich gerne aufhält.

Dr. Gunter Bühler  Bürgermeister

Da immer mehr in die landschaftlich attraktive Lage ziehen möchten, ist auch die Stadt in der Verantwortung, die Orte anziehend zu gestalten. In Unterriffingen, Aufhausen und Oberdorf wurden die Dorfplätze neu gestaltet. So setzt Bopfingen seine Strategie den öffentlichen Raum attraktiver zu machen weiter um. Auch die Innenstadt wird immer mehr fürs Wohnen aufgewertet. Dazu kauft die Verwaltung punktuell Häuser in der Innenstadt, um diese positive Entwicklung auch in die Kernstadt zu holen und abzusichern. Hier schwebt Bürgermeister Dr. Bühler im unmittelbaren Umfeld der Innenstadt Geschosswohnungsbau vor. Gerade durch die Sanierungsmaßnahmen in der Innenstadt, wie Bachgasse, Spitalplatz und Stadtgarten wird auch hier ein besonderes Flair geschaffen. „Wir wollen hier eine Atmosphäre schaffen, in der man sich gerne aufhält“ wünscht sich der Stadtoberste. Die Entwicklung ist angestoßen und soll weitergehen. Wichtig für Bühler sind die Events, die in Bopfingen stattfinden. Nicht nur die Ipfmesse, ebenso die Veranstaltungen im Stadtgarten mit Künstlern wie Max Giesinger, Christina Stürmer und Milow sind Teil dieser Entwicklung. „Die Menschen erleben mit diesen positiven Erlebnissen auch den Ort sehr positiv“, erklärt Bühler. Die Events leisten zum neuen Bopfinger-Feeling einen wichtigen Beitrag.

Interessante Ausflugsorte

Die Bopfinger Industrie hat sich ebenfalls in den vergangenen Jahren ausgesprochen dynamisch entwickelt. Die Firmen verzeichnen ein gutes Wachstum. Dieses ist dem guten Branchen-Mix, den die Stadt in der Zwischenzeit besitzt zu verdanken. Größenmäßig ist alles vertreten, vom Weltkonzern bis zur „Ein-Mann-Show“. „Das war nicht immer so“, sagt Bühler in Hinblick auf die frühere Abhängigkeit von der Lederindustrie. Es ist deshalb auch kein Wunder, dass die Verwaltung gerade vordringlich daran arbeitet neue Industrieflächen zu schaffen.

Der Hausberg der Bopfinger, der Ipf, ist zu einem interessanten Ausflugsort geworden. Die Erforschung der Kelten auf dem Berg, die fantastische Landschaft mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten und Wanderwegen tragen hier einen großen Teil dazu bei, dass Bopfingen auch von Touristen entdeckt wurde. Die vielen kleinen Feste in den Teilorten und im der Kernstadt zeigen die Heimatverbundenheit der Bevölkerung. So braucht es, um Bopfingen nicht mehr bange zu sein. mj

© Schwäbische Post 16.08.2019 15:33
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