Heimkino für jedes Budget – Tipps für die Planung

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Ob für die kleine Studentenwohnung in der Stadt oder das großzügige Wohnzimmer im Einfamilienhaus mit Garten, Heimkinos gibt es für kleine und große Räume und für jede Brieftasche.

Die Planung eines Heimkinos hängt von zwei Faktoren ab: der Größe des Raumes und wie viel Geld man dafür ausgeben möchte. Damit sind gleich die Grenzen vorgegeben. Jetzt heißt es, die Entscheidung für ein bestimmtes Heimkino-System zu treffen. Eine Analyse der eigenen Wünsche hilft bei der Suche nach einem System für eine mitreißende Wiedergabe actionreicher Filme.

Heimkino – das Summenspiel verschiedener Komponenten
Die Suche nach dem passenden Heimkino wird dadurch vereinfacht, indem die einzelnen Komponenten eines Heimkinos individuell betrachtet werden. Für die Bildwiedergabe wird in der Regel ein Flachbildfernseher benutzt. Alternativ kann auch ein Beamer eingesetzt werden, wobei hier die Kosten gegenüber dem Flachbildfernseher wesentlich höher liegen. Wer sich für den Flachbildfernseher entscheidet, spart Geld, hat aber eine kleinere Bilddiagonale.

Das eingesparte Geld kann für mehr Audio-Qualität ausgeben werden. Während für die Bildwiedergabe zwischen Flachbildfernseher und Beamer gewählt werden kann, ist die Auswahl bei AV-Receiver und Lautsprecher-Boxen wesentlich größer, auch was die Preise betrifft. Hinzu kommt, dass Lautsprecher in jedem Raum anders klingen. Die Suche nach dem passenden Audio-System ist daher schwieriger. Thomas Neumann von HEIMKINOHELD empfiehlt, Lautsprecher im Internet zu kaufen. Dank des 14-tägigen Rückgaberechts bei Online-Käufen können die LS-Boxen in Ruhe getestet und bei Nichtgefallen zurückgeschickt werden.

Sound-Bar – ein schlankes Teil für guten Sound
Eine einfache und günstige Ausführung eines Heimkinos ist die Soundbar, die unter dem Fernseher montiert wird. Der große Vorteil der Soundbar ist ihre optische Bescheidenheit. Sie fällt kaum auf und bietet gegenüber dem Klang aus dem Fernsehlautsprechern eine klare Qualitätssteigerung. Unterstützt wird die Soundbar durch einen Subwoofer, der dezent in einer Ecke abgestellt wird.

Die Verbindung erfolgt bei einfachen Ausführungen über ein Kabel. Es lohnt sich aber, ein paar Euro mehr auszugeben und eine Version mit Bluetooth-Verbindung zu kaufen. Bei der kann man sein Smartphone bequem mit der Soundbar verbinden und über sie seine Playlist abspielen.

5.1 oder 7.1 – Heimkino und Stereoanlage kombiniert
Wer sein Wohnzimmer in einen Kinosaal verwandeln möchte, kommt um Komponenten wie AV-Receiver und HiFi-Lautsprecher nicht umhin. Je mehr Lautsprecher eingesetzt werden, desto authentischer wird die Geräuschkulisse beim Filmabend. Bei einem 5.1 Heimkino-System kommen 5 Lautsprecher und ein Subwoofer zum Einsatz. An den AV-Receiver werden ein Centerlautsprecher, die beiden Hauptlautsprecher links und rechts vom Fernseher, die auch zum Musikhören dienen, und zwei Surround-Lautsprecher angeschlossen. Beim 7.1 Heimkino-System werden zwei weitere Surroundlautsprecher eingesetzt.

AV-Receiver – das Kernstück eines jeden Heimkinos
Auch hier gilt, dass Probehören besser ist als Fakten sammeln. Grundsätzlich soll ein AV-Receiver über viele Anschlüsse für Endgeräte und Lautsprecher verfügen. Auch wenn vorerst nicht alle Anschlüsse benötigt werden. Wer sein selbst verwirklichtes Heimkino zu einem späteren Zeitpunkt erweitern möchte, wird über zusätzliche Anschlüsse dankbar sein.

Subwoofer – sie sorgen für den richtigen „Rums“ im Wohnzimmer
Wenn auf dem Bildschirm ein Dinosaurier aus seinem Gehege ausbricht und Menschen vor sich hertreibt, ist die Spannung entsprechend hoch. Das kommt daher, dass bei einem jeden Schritt der prähistorischen Echse der Wohnzimmerboden bebt, ganz so, als würde T-Rex durch das Wohnzimmerfenster blicken. Das Beben kommt glücklicherweise aus dem Subwoofer, der die tiefen Töne mit dem nötigen Druck auf die Zuseher loslässt.

Bei großen Räumen kann ein zweiter Subwoofer eingesetzt werden. Wer einen zweiten Subwoofer plant, sollte beim Kauf des AV-Receivers darauf achten, ob eine separate Anschlussmöglichkeit vorgesehen ist. Der Vorteil liegt darin, dass bei einem zweiten Anschluss das Signal geringfügig zeitversetzt ausgeht. Damit wird ein besonderer Effekt erzielt, den man als 3-Dimensionale Akustik beschreiben kann.

Heimkino – auch für Spiele geeignet
Auch Computerspiele werden erst du durch die Unterstützung einer Surround-Anlage so richtig reizvoll. Unter den Spielen entwickelt sich wieder einmal ein neuer Trend. E-Sport wird bei jungen Menschen immer beliebter. Der Begriff E-Sport steht für elektronischen Sport. Hier treten Menschen gegen Menschen an, in einer digitalen Arena, getragen von einer mitreißenden Soundkulisse.

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© Schwäbische Post 29.08.2019 14:24
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