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Die Unvereinbarkeit von Kapitalismus und Klimaschutz

Der Wachstumszwang, der die kapitalistischen Volkswirtschaften charakterisiert, vehindert einen sparsamen Umgang mit Ressourcen. Sobald erste Anzeichen da sind, dass die Konjunktur erlahmt, wird in den Krisenmodus übergegangen. Das permanente uferlose Wachstum des Bruttoinlandsproduktes ist die heilige Kuh, die man permanent verwöhnen muss. Rohstoffe werden dafür in unbegrenzter Menge verbraucht. Die Schornsteine müssen rauchen, Wasser wird verschwendet, Energie verbraucht in rauen Mengen. Der Gewinn muss gesteigert werden, es geht um unsere Arbeitsplätze. Selbst ein ökologischer „sparsamer Umgang“ mit Ressourcen aller Art führt im Turbokapitalismus nur dazu, dass wieder mehr hergestellt und verkauft werden muss – oft auf Kosten anderer Länder. Exportweltmeister ist das Zauberwort.

© derleguan 30.08.2019 10:27
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