Garten vorbereiten: Fit für die kalte Jahreszeit

Möbel und Pflanzen brauchen eine gute Vorbereitung
  • Ein gut vorbereiteter Garten unter einer dichten Schneedecke | Bild: Flickr Lincoln-Birchwood-Garden-Winter-2010-0001C, ExpoLight
Sobald die Tage kürzer werden und die ersten Blätter von den Bäumen fallen, ist es Zeit, den Garten fit für den Winter zu machen.

Gartenmöbel einlagern
Wenn die letzten goldenen Herbsttage, an denen man sich noch mit einer Decke in den Garten setzen konnte, vorüber sind, ist es an der Zeit, die Möbel einzulagern oder zumindest winterfest zu machen. Denn mittlerweile gibt es Stühle und Tische, die auch bei winterlichen Witterungsbedingungen im Freien stehen können. Dazu gehören zum Beispiel Möbel aus Polyrattan, aus speziellem Textil oder Aluminium. Holz- und Korbmöbeln setzen Kälte, Regen und Schnee jedoch arg zu; sie würden die kalte Jahreszeit im Freien nicht unbeschadet überstehen. Aus diesem Grund ist es ratsam, solche Gartenmöbel in den Wintermonaten in einem geschlossenen Raum unterzubringen.

Wer keine Räume zum Unterstellen der Möbel zur Verfügung hat, kann eine Lagerfläche mieten und Gartenstühle, -tische und -bänke dort über den Winter einlagern. Beim Anbieter Boxie24 stehen Lagerflächen auch für kurze Zeiträume zur Verfügung, zudem bietet das Unternehmen einen Abholservice an. Ein weiterer Vorteil der Einlagerung in speziellen Lagerräumen ist, dass die Möbel dort zuverlässig vor Frost, UV-Strahlung und Feuchtigkeit geschützt sind. Wer seine Gartenmöbel selbst unterbringen möchte, sollte hierbei je nach Materialart Verschiedenes beachten.

Rasen pflegen und vorbereiten
Damit der Rasen die Wintermonate unbeschadet übersteht, muss er widerstandsfähig sein. Dies bedarf einiger Vorbereitung. Regelmäßiges Entfernen von Laub auf dem Rasen ist unabdingbar, damit es nicht verfault. Denn die Fäulnis würde den Graswurzeln schaden. Das Laub braucht übrigens nicht entsorgt zu werden, vielmehr taugt es hervorragend als Frostschutz für die Beete. Weniger ist im Herbst für den Rasen in mancher Hinsicht ansonsten mehr: Er sollte spätestens Ende Oktober das letzte Mal gemäht werden. Eine Düngung mit Kaliumdünger ist hingegen sinnvoll: Er macht den Rasen widerstandsfähiger für Frosttage und -nächte.

Beete und Pflanzen vorbereiten
Hecken und Stauden müssen im Herbst gekürzt werden, da die Pflanzen die Nährstoffe aus dem Stiel in die Wurzeln ziehen. Empfehlenswert ist ein Zurückschnitt um circa ein Viertel. Dies verhindert ein Verfaulen des oberen Pflanzenteils und fördert ein gesundes Wachstum.

Pflanzen, die nicht winterhart sind, sollten unbedingt in der Gartenhütte, im Treppenhaus oder im Keller gelagert werden. Wichtig ist, dass in den Räumen durchgängig eine Temperatur zwischen fünf und zehn Grad Celsius gegeben ist. Winterharte Pflanzen packt man vor dem ersten Frost gut ein. Hierfür lassen sich das aufgefegte Laub und Tannenzweige nutzen: Sie werden einfach rund um die Stängel bzw. den Stamm auf die Erde gelegt, sodass das Wurzelwerk bedeckt ist. Die Pflanze selbst wird anschließend mit einem luft- und lichtdurchlässigen Material eingewickelt; Vlies oder Jute eignet sich hierfür hervorragend. Wichtig ist, den Kübel nicht zu vergessen.

Der Herbst ist die beste Zeit, Sträucher und Blumenzwiebeln einzupflanzen, denn die Bedingungen dafür sind jetzt hervorragend: Der Boden hat noch die Sommerwärme gespeichert und ist im besten Fall regenfeucht. Die Zwiebeln kommen versetzt in die Erde, damit sich die Stiele beim Austreiben nicht gegenseitig behindern. Wer Frühlingsblumen im Herbst einpflanzt, kann sich im Frühjahr über prächtig blühende Krokusse, Tulpen und Narzissen freuen.

Bildrechte: Flickr Lincoln-Birchwood-Garden-Winter-2010-0001C, ExpoLight, CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

© Schwäbische Post 04.09.2019 10:15
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