Nachhaltige Jobs in Energie und Umwelt

  • Nachhaltige Jobs in Energie und Umwelt | pixel2013@pixabay.com

Nachhaltiges Wirtschaften ist ein Thema, mit dem sich immer mehr auseinandersetzen. Kein Wunder, hat der Klimawandel vielerorts doch zum Umdenken geführt. Wer aktiv etwas für die Umwelt tun möchte, hat die Möglichkeit, in der Energie- und Umwelt-Branche zu arbeiten. Wir zeigen, wie der Weg zum nachhaltigen Job gelingt.

Während in vielen Teilen der Welt der Umweltgedanke immer mehr in den Vordergrund des Tagesgeschehens rückt, tun sich immer neue Probleme auf. Durch das veränderte Klima stellt vor allem die Waldbrandgefahr Feuerwehrleute vor große Herausforderungen. Die Tatsache, dass sich immer mehr Menschen Gedanken über den Klimawandel machen, führt dazu, dass die Energie- und Umweltbranche immer weiter wächst.

Aktiv für die Umwelt werden
Wer selbst aktiv werden und Job mit Nachhaltigkeit verbinden möchte, kann eine Weiterbildung besuchen. Das Angebot an Weiterbildungen in Energie und Umwelt steigt stetig.

Mögliche Weiterbildungskurse sind etwa:

  • Beauftragte/r für Energiemanagement
  • Hausmeister 4.0: Smart Home, Security und Service
  • Projektierung und Fachberatung für Solarenergie, Geothermie und Wärmepumpen
  • Umwelt- und Energiemanagementbeauftragte/r

Welche Jobs gibt es in Energie und Umwelt?
Tag für Tag wachsen freie Stellen an Universitäten, in Unternehmen und bei Umweltorganisationen. Als Arbeitgeber infrage kommen zum Beispiel der BUND, NABU oder WWF. Doch es muss nicht gleich ein komplett neuer Job sein. Mit einer passenden Weiterbildung kann man sich auch mit den Themen Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz im Zusammenhang mit seinem Arbeitsplatz befassen. Insbesondere in der Baubranche gewinnt das "grüne Bauen" immer mehr an Wichtigkeit. So steigt auch die Nachfrage nach geförderten Energieeffizienzhäusern immer weiter.

So genannte Umweltingenieure verfolgen das Ziel, die Umwelt zu erhalten und zu pflegen. Dienstleistungsunternehmen aus dem Umweltmanagement oder dem Energiemanagement sind händeringend auf der Suche nach Experten, die vor Ort andere Firmen rund um die Themen nachhaltige Umwelt und erneuerbare Energien beraten.

Der Arbeitsmarkt der Zukunft
Wirft man einen Blick auf den Arbeitsmarkt, fällt auf: Nachhaltige Jobs sind zur Zeit gefragter denn je. Vor allem in die Forschung und Weiterentwicklung erneuerbarer Energien wird investiert. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht davon aus, dass im kommenden Jahrzehnt hier bis zu eine Million neue Jobs entstehen könnten. Dabei muss es sich nicht zwangsweise um Jobs handeln, für die eine Ausbildung oder ein Studium absolviert werden müssen. Nach und nach werden die Bereiche Logistik, Buchhaltung, Vertrieb und Kommunikation umdenken. Ebenso wenig hiervon ausgenommen sind das Gastgewerbe, der Finanzsektor sowie der Erziehungs- und Ausbildungsbereich. Ein "grüner Einkäufer" wird zum Beispiel die Verantwortung tragen, nachhaltiges und ökologisch verträgliches Büromaterial für seinen Betrieb einzukaufen. Kantinen-Betreiber werden sich auf die Umstellung von regionalem Essen und den Einsatz von Bio-Fleisch fokussieren. Im Marketing wird man am Einsatz alternativer Verpackungsmaterialien arbeiten. Elektroingenieure werden in Zukunft eng mit Architekturbüros zusammenarbeiten und diesen das Potential für Energieeinsparungen berechnen.

Eine gesonderte Ausbildung ist in den wenigsten Fällen erforderlich. Eine Weiterbildung greift die Problemstellungen einzelner Branchen auf und zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, Nachhaltigkeit in den jeweiligen Berufen einfließen zu lassen. In vielen Fällen sind solche Weiterbildungen förderfähig, etwa mit einem Bildungsgutschein oder einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS).

© Schwäbische Post 18.09.2019 08:11
667 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.