Kommentar Dorothee Torebko zur Sicherheit im Straßenverkehr

Tempolimits helfen

  • Dorothee Torebko Foto: MMH
Schockbilder, prägnante Sprüche – die Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ zeigt eindrücklich, was passiert, wenn Raser die Autobahn missbrauchen. Aufklärung ist wichtig – vor allem deshalb, weil es durch zu schnelles Fahren die meisten Verkehrstoten gibt. Doch statt auf Freiwilligkeit zu setzen, gibt es eine einfache Lösung, um die Zahl der Unfalltoten zu reduzieren: das Tempolimit.

Dass Menschen durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung gerettet werden können, hat der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft berechnet. Ihrer Einschätzung nach wären das im Schnitt 80 Menschen pro Jahr. Zudem ergab eine 2007 veröffentlichte Studie für Brandenburg, dass dort, wo Tempolimits eingeführt wurden, die Zahl der Unfälle zurückging.

Das reicht Kritikern nicht. Sie verweisen darauf, dass die Schwachstelle nicht die Autobahnen seien, sondern die Landstraßen. Und wo es Limits gäbe wie in Belgien, gäbe es keine signifikant besseren Statistiken. Das stimmt. Doch wenn eine Option existiert, die auch nur ein Menschenleben rettet, sollte sie ergriffen werden. Dann braucht es auch keine Kampagnen mehr.
© Südwest Presse 09.10.2019 07:45
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