„Grundsicherung für Kinder“

Die Leistungen für benachteiligte Kinder und Jugendliche sind nach Ansicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes unzureichend und bekämpfen die Kinderarmut nicht. In Baden-Württemberg profitierten zudem nur 12 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren im Hartz-IV-Bezug von den „soziokulturellen Teilhabeleistungen“, teilte der Verband mit.

„Was wir brauchen, ist eine Kindergrundsicherungsleistung, in der alle anderen Sozialleistungen wie Kindergeld, Kinderzuschlag, Bildungs- und Teilhabepaket sowie Kinderfreibetrag zusammenfließen“, forderte Ursel Wolfgramm, die Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg.. Das bürokratische Nebeneinander von Transferleistungen, die auch noch gegen andere Sozialleistungen in Abzug gebracht werden, sei kein wirksames Mittel gegen Kinderarmut. „Die finanzielle Situation von Familien darf nicht länger Gradmesser für Chancengerechtigkeit und Bildungserfolg sein.“ Sie forderte eine landesweite Vereinbarung, die die Kooperation von Jugendhilfe und Schule verbindlich und umfassend regele. epd
© Südwest Presse 09.10.2019 07:45
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