Für Seitz geht die WM noch einmal los

Die Wahl-Stuttgarterin freut sich auf ihre Finalwettkämpfe am Donnerstag und Samstag vor vollen Rängen.
  • Elisabeth Seitz freut sich nach ihrem Sprung über die Bewertung. Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Elisabeth Seitz beim Bodenturnen. Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Elisabeth Seitz ist Deutschlands beste Mehrkämpferin. Foto: Thomas Kienzle/dpa
  • Elisabeth Seitz im Training beim Sprung. Foto: Thomas Kienzle/dpa
Der Hype um den amerikanischen Turn-Superstar Simone Biles stört Elisabeth Seitz überhaupt nicht. Die WM-Lokalmatadorin aus Stuttgart kann dem Medienrummel und Fan-Gekreische, wann und wo immer die 22-Jährige aus Texas erscheint oder über die Geräte wirbelt, nur Positives abgewinnen. „Sie tut der ganzen Turnwelt gut. Ich finde, es ist nur positiv für das Turnen, weil Simone weltweit bekannt ist“, sagte Seitz vor dem Mehrkampf-Finale der 24 besten Turnerinnen am Donnerstag (16 Uhr/SWR Livestream) in der Schleyer-Halle.

Nur am Stufenbarren sind andere besser als Biles. Dazu zählt auch Seitz, die bereits vor einem Jahr bei der WM an ihrem Paradegerät Bronze holte und diesen Erfolg am Samstag im Finale gern wiederholen würde. Wenn alles optimal läuft, ist vielleicht sogar Silber hinter Titelverteidigerin Nina Derwael aus Belgien drin. Mit der viertbesten Note zog Seitz, die in der Bundesliga für den MTV Stuttgart startet, in den Barren-Endkampf ein.

Die prächtige Stimmung in der Halle, die nebenan auf dem Cannstatter Wasen kaum besser sein dürfte, genießt sie, saugt sie auf wie ein Schwamm. „Je mehr Fans, desto besser“, sagt sie. „Das motiviert und pusht mich.“ Die Wahl-Stuttgarterin Seitz weiß, dass sie als Aktive keine Heim-WM mehr erleben wird. Ihre Chancen im Mehrkampf-Finale sieht sie realistisch: „Eine Medaille wird da sehr, sehr schwer. Das ist nicht mein Ziel. Es wäre ein Traum, noch einmal unter die Top Ten zu kommen.“ dpa
© Südwest Presse 10.10.2019 07:45
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