Leserbeitrag von derleguan

riskanter Abbau von Kupfer- und Molybdänerz

Kupfer ist in sämtlichen Elektroprodukten von der Waschmaschine bis zum Smartphone enthalten. Molybdän braucht man um bestimmte Stahlsorten herzustellen, aber auch für Bildschirme. In der Mine von „Grupo Mexico“ müssen enorme Mengen Gestein gefördert werden, um geringe Mengen an Kupfer- und Molybdänerz zu gewinnen. Dementsprechend groß sind die Umweltfolgen. Das Erz wird mithilfe von Chemikalien wie Schwefelsäure konzentriert. Die giftigen Reste werden in Becken gesammelt. 2014 goss sich nach einem Bruch des Rückhaltebeckens der giftige Schlamm in den Sonora-Fluss. Das deutsche Unternehmen Aurubis bezieht solche Kupferkonzentrate vor allem aus Chile, Peru und Brasilien. Thyssenkrupp bezieht Molybdänerz als Konzentrat aus Mexiko mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Mine „ Buena Vista del Cobre“. Die Unternehmen geben an Risikoanalysen durchzuführen, unklar bleibt aber, ob diese auf Menschenrechtsverletzungen stoßen.

© derleguan 23.10.2019 07:35
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