Hört endlich auf mit Rommel!

Zur Diskussion um die Straßenbeschilderung nach Rommel:

Endlich wurde für die Leserbriefschreiber ein Thema gefunden, in dem sie sich unendlich austoben können. Rommel, Rommel und immer wieder Rommel. Über 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ist es meiner Meinung nach eigentlich unfair, über einen Menschen so zu urteilen. Wer sich weigerte oder nicht mitmachen wollte, wurde damals standrechtlich erschossen.

Keiner dieser eifrigen Leserbriefschreiber war damals live dabei. Muss man jetzt sagen „Gott sei dank nicht“ oder „leider“. Die Soldaten, die damals in den Schützengräben lagen und ihr Leben für dieses Vaterland geben mussten, hätten für derartige Debatten sicher kein Verständnis.

Meine Empfehlung an die eifrigen Rommelschreiber: Vielleicht könnte man von unserem ehemaligen Minister Filbinger die Beamtenpension zurück fordern, denn immerhin war er Richter und hat Menschen zum Tode verurteilt. Die ehemaligen DDR-Bonzen mit ihren großzügigen Renten, die den Schießbefehl gaben, waren die besser? Macht endlich Schluss mit Rommel, man kann es nicht mehr lesen!

© Schwäbische Post 13.11.2019 21:05
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Kommentare

Karin Hofmann

Sehr geehrte Frau Fuchs,

Ihre Sterne für diesen Leserbrief sind am Limit und voll.

Deshalb auf diesem Weg vielen Dank für Ihren mutigen Leserbrief. Auch ich kann, wie sicher viele anderen Leser, die wochenlangen öffentlichen, täglichen und immer wieder veröffentlichten Leserbriefdiskussionen zu dem Thema Rommel-Straße behalten oder nicht schon lange nicht mehr ertragen.

Vielen Dank!

Die Schwäpo könnte, wenn es so viel Interesse und verschiedene Meinungen zur Umbenennung ja oder nein gibt, dazu für die nächsten Monate eine wöchentliche Vortrags-Diskussionsreihe im Gutenberg-Kasino veranstalten, Eintritt verlangen, dann wäre auch noch Geld verdient. Und zu Ostern dann endlich alles klar.

Frieder Kohler

"Wer sich weigerte oder nicht mitmachen wollte, wurde damals standrechtlich erschossen" - deshalb vergötterte Rommel seinen Führer? Der Rummel um Rommel wäre nie entstanden, wenn 10 JAHRE nach der Kapitulation die (Spuren-) Suche nach "sauberen" Wehrmachtsangehörigen für die richtige Tradition einer Bundeswehr eine Schnellbleiche nicht zum "Wüstenfuchs" geführt hätte.

Kapieren, so meine Kurzfassung für den Freundeskreis, kommt vor akzeptieren und stelle dazu fest, dass diese Zeilen nicht gelesen werden müssen: hier ist eine Füchsin auf der falschen Fährte...

Christine Fuchs

Frieder Kohler schrieb am 14.11.2019 um 08:09

"Wer sich weigerte oder nicht mitmachen wollte, wurde damals standrechtlich erschossen" - deshalb vergötterte Rommel seinen Führer? Der Rummel um Rommel wäre nie entstanden, wenn 10 JAHRE nach der Kapitulation die (Spuren-) Suche nach "sauberen" Wehrmachtsangehörigen für die richtige Tradition einer Bundeswehr eine Schnellbleiche nicht zum "Wüstenfuchs" geführt hätte.

Kapieren, so meine Kurzfassung für den Freundeskreis, kommt vor akzeptieren und stelle dazu fest, dass diese Zeilen nicht gelesen werden müssen: hier ist eine Füchsin auf der falschen Fährte...

Sehr geehrter Herr Kohler, es hätte mich sehr gewundert, wenn von Ihnen nicht wieder ein entsprechender Kommentar gekommen wäre. Niemals soll diese schreckliche Zeit vergessen werden, aber wir sind bereits in der 6. Generation danach. Wir müssen  nicht nochmal 70 Jahre deshalb in Sack und Asche herumlaufen. Was hört man denn von den Amerikanern, Türken oder Russen von ihren Kriegsverbrechen? Ist Hiroshima, Vietnam oder Korea schon vergessen? Wenn ihr Jungen euch ständig in der hässlichen Zeit mit Genuss badet, dann macht es doch jetzt besser.

Frieder Kohler

Sehr geehrter Herr Kohler, es hätte mich sehr gewundert, wenn von Ihnen nicht wieder ein entsprechender Kommentar gekommen wäre...."Wenn ihr Jungen euch ständig in der hässlichen Zeit mit Genuss badet, dann macht es doch jetzt besser" - das BESSER-MACHEN versuche ich seit 65 Jahren, sehr verehrte Frau Fuchs! Habe unter Filbinger und anderen Politikern "gedient" und erkennen müssen, dass beim Kratzen an Ihrem schwarzen Hintern das BRAUNE wieder sichtbar wurde. Habe ehemalige U-Boot-Fahrer und Überlebende auch des Afrikachors kennen gelernt, die glaubhaft versicherten:"Nie wieder Krieg!" Doch plötzlich waren die "SIEG-HEIL-SCHREIER" wieder zu sehen unsd zu hören, auch in der Bundeswehr, in der Polizei und im Verfassungsschutz treiben diese braunen Gesellen ihr Unwesen (selbst in den USA!). Deshalb muss die Demokratie täglich erneuert, verbessert, d.h. gelebt werden! Lesen Sie bitte (Archiv der SchwäPo) meine Beiträge seit 2010 und erkennen, wie ein "Junger" von 80 Jahren jeder Angriff auf das Grundgesetz sichtbar macht und das "Fähnlein der 7 Aufrechten" vergrößern möchte.

Christine Fuchs

Frieder Kohler schrieb am 14.11.2019 um 10:38

Sehr geehrter Herr Kohler, es hätte mich sehr gewundert, wenn von Ihnen nicht wieder ein entsprechender Kommentar gekommen wäre...."Wenn ihr Jungen euch ständig in der hässlichen Zeit mit Genuss badet, dann macht es doch jetzt besser" - das BESSER-MACHEN versuche ich seit 65 Jahren, sehr verehrte Frau Fuchs! Habe unter Filbinger und anderen Politikern "gedient" und erkennen müssen, dass beim Kratzen an Ihrem schwarzen Hintern das BRAUNE wieder sichtbar wurde. Habe ehemalige U-Boot-Fahrer und Überlebende auch des Afrikachors kennen gelernt, die glaubhaft versicherten:"Nie wieder Krieg!" Doch plötzlich waren die "SIEG-HEIL-SCHREIER" wieder zu sehen unsd zu hören, auch in der Bundeswehr, in der Polizei und im Verfassungsschutz treiben diese braunen Gesellen ihr Unwesen (selbst in den USA!). Deshalb muss die Demokratie täglich erneuert, verbessert, d.h. gelebt werden! Lesen Sie bitte (Archiv der SchwäPo) meine Beiträge seit 2010 und erkennen, wie ein "Junger" von 80 Jahren jeder Angriff auf das Grundgesetz sichtbar macht und das "Fähnlein der 7 Aufrechten" vergrößern möchte.

Sehr geehrter Herr Kohler,  ich sehe wir sind Atersgenossen. Auch ich kämpfe gegen Nazis und braune Suppe. Aber es muss mal Schluss sein damit. Schauen wir mal vorwärts und positiv in die Zukunft. 

Karin Hofmann

Frieder Kohler schrieb am 14.11.2019 um 10:38

"Wenn ihr Jungen euch ständig in der hässlichen Zeit mit Genuss badet, dann macht es doch jetzt besser" - das BESSER-MACHEN versuche ich seit 65 Jahren, sehr verehrte Frau Fuchs! Habe unter Filbinger und anderen Politikern "gedient" und erkennen müssen, dass beim Kratzen an Ihrem schwarzen Hintern das BRAUNE wieder sichtbar wurde. Habe ehemalige U-Boot-Fahrer und Überlebende auch des Afrikachors kennen gelernt, die glaubhaft versicherten:"Nie wieder Krieg!" Doch plötzlich waren die "SIEG-HEIL-SCHREIER" wieder zu sehen unsd zu hören, auch in der Bundeswehr, in der Polizei und im Verfassungsschutz treiben diese braunen Gesellen ihr Unwesen (selbst in den USA!). Deshalb muss die Demokratie täglich erneuert, verbessert, d.h. gelebt werden! Lesen Sie bitte (Archiv der SchwäPo) meine Beiträge seit 2010 und erkennen, wie ein "Junger" von 80 Jahren jeder Angriff auf das Grundgesetz sichtbar macht und das "Fähnlein der 7 Aufrechten" vergrößern möchte.

Sehr geehrter, 80-85-jähriger Herr Frieder Kohler,

ja, Sie sind alt und leben, kämpfen für das Unrecht aus unserem 2. Weltkrieg. Gerade Sie müssten aber wissen, was es heißt, damals als 18-jähriger zur Wehrmacht eingezogen zu werden, sich seinen Platz im Kampf nicht aussuchen zu können und bei Verweigerung erschossen zu werden. Es gibt alte Menschen wie Sie, die sich an diesem Unrecht, damals, festhalten bis heute. Letztendlich sind auch Ihre Eltern mit den Hakenkreuzfahnen ausgestattet gewesen. Genauso wie mein Vater, mit 18 und mit dem Hakenkreuz seinen Dienst tun mußte. Das ist Geschichte, Herr Kohler! In Ihrem Alter sei es Ihnen verziehen,daran festzuhalten. Aber: In der Zwischenzeit sind neue Kriegsführungen entstanden, die Menschenleben gekostet haben, besonders die Kriegsführung der USA. Millionen Menschen sind gestorben, in Hiroshima durch eine Bombe. Im Irakkrieg, den Mr. Bush initiert hat, weil es angeblich Atomwaffen und ganz gefährliche Menschen dort gab die Anschläge planten und für den Anschlag auf das World trade Center verantwortlich waren. Wie er in einem öffentlichen Interview zugab waren diese Informationen falsch. Daraus resultierte der Irakkrieg, die Flüchtlingskrise im Nahen Osten. Das, Herr Kohler, sind neue Kriegsführer, die Sie verfolgen sollten. Bis heute sind alle diese Menschen frei und leben ein gutes Leben. Bitte kümmern Sie sich darum: Daß in Zukunft keine Kriege mehr geführt werden, daß keine Menschen sterben, weder in Syrien noch bei uns durch arabische Clan-Morde, vergewaltigte und ermorderte Mädchen durch Asylbewerber oder ein deutscher Passant durch eine Machete, weil er zur falschen Zeit am falschen Platz war.

Krieg, Herr Kohler, sieht heute anders aus. Wir sind im Krieg und bedroht, dagegen müssen wir uns wehren.

Ich schulde es Ihrem Alter zu, daß Sie sich so an Vergangenem festhalten und wünsche Ihnen für die Zukunft, daß Sie sich um die jetzigen Probleme kümmern und Ihre Kraft dafür einsetzen, für Ihre Kinder, für Ihre Enkel, um dem islamischen Krieg, der uns bedroht, zu entgehen: Denn: Der neue Krieg sieht ganz anders aus.

Karin Hofmann

Frieder Kohler schrieb am 14.11.2019 um 10:38

"Nie wieder Krieg!" Doch plötzlich waren die "SIEG-HEIL-SCHREIER" wieder zu sehen unsd zu hören, auch in der Bundeswehr, in der Polizei und im Verfassungsschutz treiben diese braunen Gesellen ihr Unwesen (selbst in den USA!). Deshalb muss die Demokratie täglich erneuert, verbessert, d.h. gelebt werden! Lesen Sie bitte (Archiv der SchwäPo) meine Beiträge seit 2010 und erkennen, wie ein "Junger" von 80 Jahren jeder Angriff auf das Grundgesetz sichtbar macht und das "Fähnlein der 7 Aufrechten" vergrößern möchte.

Ein Nachtrag noch, Herr Kohler,

medizinisch bewiesen und Tatsache ist, daß im Alter das Kurzzeitgedächtnis nachlässt und das Langzeitgedächtinis immer mehr Raum einnimmt. Medizinisch bei Männern sehr viel früher, Frauen sind durch ihre Hormone mehr geschützt. Obwohl Frau Fuchs ungefähr in Ihrem Alter ist: Sie ist mehr ernstznehmen. Denn für Männer, ab 80 gilt: Was jetzt passiert wird ausgeblendet und die Vergangenheit nimmt immer mehr Raum ein. 70 Jahre, damals, das ist präsent für Sie und dafür gilt es jetzt zu kämpfen, das dies eine Ungerechtigkeit war? Ja - das war sie, durch einen Führer der damals, vom Volk, gewählt und hofiert wurde. Das können wir nicht ändern. Seitdem sind in der Welt Kriege durch andere Führer initiert worden. Um die gilt es sich zu kümmern und diese Kriegsführer zur Rechenschaft zu ziehen. Nämlich die, die noch leben.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und vor allem Gesundheit.

Frieder Kohler

da hilft kein Gebet, kein Wunder, Ihre Wahrnehmung meiner Kommentare verfehlen das Ziel:""Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten" - soll (ausgerechnet!) Kohl gesagt haben (dessen krummen Lebensweg ich sehr genau verfolgt habe). Über die von Ihnen genannten Kriege habe ich nicht nur geschrieben, führte und führe bis heute Diskussionen, war auf der Straße mitten im Getümmel von der Vorbereitung bis zur Nachbereitung unfriedlicher demonstrativer Aktionnen! Soll ich Ihnen wirklich über moderne Kriegsformen eine Manuskript zukommen lassen? Meine kleine Mannschaft ist informiert, ist nicht auf dem Weg zu einem Auslandseinsatz in Mali u.a. für die BRD bekannten Interessengebiete, aber über die deutschen Waffenlieferungen und amerikanischen Atombomben in der Republik bestens informiert. Rommel ehrungswürdig - das war doch das Thema und führte promt zum Schlußstrich- ziehen-Adenauer-Satz! Nein, und nochmals NEIN, der Geist schwebt in zu vielen Köpfen!