Lesermeinung

Zum Leserbrief von Nico Müller, Mittwoch, 13. November:

Prostitution und Frauenhandel gehören zu den schrecklichen Realitäten, vor denen wir unsere Augen nicht verschließen dürfen. Man muss etwas tun und man muss darauf aufmerksam machen – im Sinne einer Sensibilisierung und im Sinne der Prävention. Gut, wenn ein Kind mit wachen Augen durch die Welt geht und das Gespräch sucht. Wir, die Fachberatungsstelle von Solwodi B.W. in Aalen bieten allen Eltern und Kindern, die Anstoß nehmen an öffentlichen Darstellungen zum oben genannten Thema, Gespräche und Diskussionen sowie Besuche in Schulen und anderen Einrichtungen an. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: aalen@solwodi.de.

© Schwäbische Post 18.11.2019 20:33
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Kommentare

Karin Hofmann

Sehr geehrte Damen Hageney, Krumm, Heer,

der kleine Nico hatte, wie in seinem Leserbrief beschrieben, große Angst vor der Abbildung, der Werbung einer Frau. auf einem Bus. Sie springen auf den Zug auf mit Ihrer Organisation "solvodi" und machen Werbung für IHRE Organisation, was auch immer dahintersteht. Sie bringen diese Werbung mit Prostitution und Frauenhandel in Verbindung? Sie haben nun IHR Thema gefunden. Diese Frau auf dem Bus war keine Prostituierte, wurde nicht entführt, sie wurde nicht gehandelt und verkauft. Diese Frau ist Model weil sie gut aussieht und verdient damit GeldSie beraten nun alle Mütter und Kinder in Ihrer Fachberatungsstelle die Anstoß nehmen an öffentlichen Darstellungen (wie leichtbekleidete Frauen zu Werbezwecken auf einem Bus ) und wollen dadurch "traumatisierte" Kinder und Mütter in Schulen und anderen Einrichtungen auffangen? Ich finde das im Jahr 2019 grotesk. Denn - dann müßte man Heidi Klum mit ihren Shows verbieten und jegliche Werbung von Frauen zu irgendeinem Produkt, überall. Ist das Ihr Ziel? Auch Männern modeln mit nacktem Oberkörper: Für Rasierwasser, für Unterhosen von Calvin Klein. Wollen Sie dagegen auch vorgehen? Oder geht es Ihnen letztendlich um einen "Schleier", den jede Frau sich überziehen sollte, damit sie nicht als Prostituierte gesehen wird? Das geht nicht. Im Jahr 2019 ist es normal, daß mit Körpern Werbung gemacht werden darf, solange die Geschlechtsteile nicht öffentlich zu sehen sind, das ist Fakt.

In der Stadthalle Aalen traten am Freitag, 13.11. die Chippendales, eine Männertanztruppe, auf. Bilder von diesem Auftritt wurden auch in der Schwäpo veröffentlicht: Chippendales mit nacktem Po. Ausverkauftes Haus. Ist dies Prostitution? Ist dies Männerhandel? NEIN! Da bekommen dann kleine 10-jährige Mädchen Angst durch die Veröffentlichung dieser Bilder? Nein! Damit Sie sich ein wenig entspannen klicken Sie den Link an.

 https://www.youtube.com/watch?v=4lU646H-hkM

Danke.

Karin Hofmann

Geehrte Damen,

ich verstehe Ihre Hilfe für Frauen, die aus afrikanischen Ländern hierherkommen und zwangsprostituiert werden. Dies hat aber nichts mit der Werbung einer dunkelhäutigen Frau auf einem Bus zu tun. Dies hat sie freiwillig getan und damit Geld verdient. Das beste Beispiel:

Bestbezahltes Model seit 30 Jahren ist Naomi Campbell, dunkelhäutig. Ein Star. Und das zu Recht. 

https://www.youtube.com/watch?v=jC3k6yszrIA

Ich hoffe Sie wollen jetzt nicht auch noch schönen, dunkelhäutigen Models an den Kragen und sie resozialisieren?

Danke fürs Schauen.

Karin Hofmann

An die Damen der Befreiung und zum Schutz aller Kinder vor der Werbung,

last and least: Ein Satz in Ihrem Leserbrief hat mich aufgeschreckt: 

"Gut, wenn ein Kind mit wachen Augen durch die Welt geht und das Gespräch sucht".

Ich habe das Gefühl, nicht Nico Müller, der kleine 10-jährige, hat diese "wachen Augen" initiert, war gar nicht betroffen. Sie haben ihn benutzt, es war ein Fake! Und wenn: Er hat sich einfach nur gewundert, wurde benutzt für Ihre Interessen: Keine Werbung mehr mit dunkelhäutigen Frauen!

Für mich benutzen SIE einen kleinen Jungen um gegen Prostitution von eingeschleusten Frauen aus Afrika vorzugehen. Das ist keine Lösung. Die Lösung ist unsere Politik, unser Asylsystem. Wie kann es dazu kommen, daß afrikanische Frauen, mit Hilfe von Schleppern, in Deutschland "eingeschleust" werden? Oder: Wenn sie schon da sind, auch mit Hilfe von Schleppern, dann als Prostituierte arbeiten? Ich kann es Ihnen sagen und das ist Asylpolitik: In Afrika, den Mahgreb-Staaten wird vermittelt: In Deutschland habt ihr Freiheit, dort ist das Glück. Nun sind diese Frauen da. Deutschland vermittelt für Migranten aus Afrika das Bild: Hier gibt es Arbeit, hier gibt es Wohlstand. Deshalb sind Migrantinnen, wie auch immer sie hergekommen sind, da. Dann kümmern Sie sich um die, die an Zuhälter als Prostituierte gefallen sind und dachten sie könnten gutes Geld verdienen. Das wollen Sie, politisch, nicht wissen, die Frauen sind da. Dann helfen Sie und initieren Sie, politisch, daß dies auch in Afrika ankommt!!! Gründen Sie dort eine Organisation, die den Frauen klarmacht: Hier, in Deutschland, ist nicht das Glück!

Aber deshalb werden wir unsere westlichen Werte der Freiheit für Frauen nicht aufgeben!!!

Und benutzen Sie bitte in Zukunft nicht einen 10-jährigen Jungen, der von nichts weiß und, klein wie er ist, für Ihre Interessen herhalten muß.

Der arme kleine Kerl, im Kreise dieser Frauen, die ihm die Angst einflüstern, tut mir sehr leid.