Drittes Jahr in Folge höhere Ausbildungszahlen in IHK-Berufen

Zum Ausbildungsbeginn am 1. September 2019 haben die Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung im Bezirk der IHK Ostwürttemberg insgesamt 1734 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Entgegen dem Landesdurchschnitt von minus 0,6 Prozent verzeichnet Ostwürttemberg mit einem Plus von 0,8 Prozent das dritte Jahr in Folge eine Steigerung. Dies entspricht einer Zunahme von knapp 9 Prozent gegenüber dem Jahr 2016.

Aktuell betreut die IHK Ostwürttemberg 4870 Ausbildungsverhältnisse im gewerblichen und kaufmännischen Bereich. Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg betrachtet, ist der Lehrstellenzuwachs relativ konstant. Ein Ausschlag nach oben ist lediglich bei den Elektroberufen festzustellen. Hier sind 20 Ausbildungsverträge (plus 15 Prozent) mehr zu verzeichnen. Die Hotel- und Gaststättenberufe liegen mit 58 Verträgen auf dem Vorjahresniveau; dennoch besteht hier gemeinsam mit dem Handel die größte Deckungslücke zwischen den noch offenen Ausbildungsplätzen und der mangelnden Nachfrage. Im Handel ist dagegen ein Rückgang von 9 Prozent festzustellen; das entspricht 29 Ausbildungsverträgen.

André Louis, Leiter des Geschäftsfeldes Ausbildung bei der IHK Ostwürttemberg, sieht einen Grund für das aktuell stabile Niveau in der Verlässlichkeit und der Qualität der dualen Berufsausbildung. „Junge Menschen erkennen in der beruflichen Ausbildung wieder häufiger einen attraktiven Einstieg ins Arbeitsleben. Es muss nach der Schule nicht immer ein Studium sein.“

© Schwäbische Post 20.11.2019 14:13
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