Lesermeiuung

Zu den Zugausfällen bei der Bahn

Diese Woche leistet sich die DB-Netze ein absolutes Glanzstück. Immer zu besten Pendler-Zeit versagt erst die Technik und in der Folge die Organisation der Krisensituation. Die Lokführer sind ahnungslos. Die Durchsagen nicht vorhanden oder komplett unverständlich, die Beschilderung nicht vorhanden und mögliche Ersatzverkehre völlig unterdimensioniert. Die Organisatoren des Ersatzverkehrs hofften dass drei Gelenkbusse als Schienenersatzverkehr die Fahrgäste aufnehmen können. Der erste Bus war innerhalb zehn Sekunden nach Öffnen der Türen gerammelt voll. Die Pendler auf der Remsbahn sind vieles gewohnt, aber dieses komplette Versagen von Notfallplänen ist beispiellos.

Eine Anekdote aus dem Chaos in Waiblingen: eine einfahrende S2 aus Stuttgart hatte immer noch Schorndorf auf dem Anzeiger und der Lokführer wurde erst in Waiblingen über die Streckensperrung informiert. Davor kamen mindestens zwei S-Bahnen mit Aufschrift Waiblingen an und die Störung dauerte ja schon mindestens zwei Stunden.

Wie soll ein Umstieg vom Auto auf die Schiene gelingen wenn solch ein dauerhaftes Organisationsversagen vorliegt. Als Jahreskarten-Besitzer wird man hier leider von allen Seiten im Regen stehen gelassen. Ebenso finde ich es ein absolutes Armutszeugnis das Beschwerden an die Kontaktadressen bei Go-Ahead, VVS und Bahn grundsätzlich nicht beantwortet werden. Auf meine Beschwerde vom 30. Oktober habe ich noch keinerlei Reaktion dieser Parteien erhalten.

© Schwäbische Post 21.11.2019 20:54
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Kommentare

ostalbperle

Kann dem Verfasser in allen Punkten nur zustimmen. Unserer 9-köpfigen Reisgruppe endete die Reise am 03.10 noch bevor se begonnen hatte im Bahnhof Gmünd. Der RE kam so Proppen voll in Richtung Stuttgart an so dass die Leute aus der dem Wagon fielen als er stoppte. Nachdem niemand zusteigen konnte und der Zug mit samt seinen Passagieren rund 20 Minuten verschlossen dastand und sich nicht mehr bewegte keine Durchsage keine Anzeige. Schien es uns das es heute wohl mit Go Ahead mal wieder nicht weiter geht. Wir durften Gnädiger weise mit dem IC, der auf dem Nebengleis einfuhr „“ Schwarz mitfahren“ der Schaffner war gnädig mit uns. Eine Reklamation bei Goahead wurde nach 14 Tagen beantwortet nach weiteren 14 Tagen Schriftverkehr per mail. Wurde unser Anspruch auf Reklamation bestätigt mit der vermerk sich an die DB zu wenden und einen Fahrgastfall zu eröffnen. Nach einsenden der Tickets und des Formulars dem Ausdruck des Schriftwechsels mit GO Ahead. Kam nun tatsächlich die volle Rückerstattung von der DB auf dem Konto an. Die 100 Prozent Rückerstattung seitens der DB war nun aber das einzige was mich an dem Vorfall noch verwunderte.