Kommentar Carsten Muth zum Los für die DFB-Elf

Wunderbare Konstellation

  • Carsten Muth. Foto: Volkmar Könneke
Oh je oh je. Gegen Europameister Portugal! Und dann auch noch gegen Weltmeister Frankreich!! Manch einer hat ja bereits Mitleid mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, sieht die DFB-Elf angesichts der schweren Gruppengegner bei der EM im kommenden Jahr ähnlich früh straucheln wie bei der WM 2018 in Russland. In der Vorrunde. Doch sind die Aussichten tatsächlich so düster? Gemach, gemach. Zwar stand auch Bundestrainer Jogi Löw nach der Auslosung in Bukarest der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Mit ein wenig Abstand aber muss man sagen: Etwas Besseres als diese wunderbar herausfordernde Konstellation in einer Gruppe mit solchen Schwergewichten hätte Löw und seinen Jungs gar nicht passieren können.

Löws Team ist jung und hat zweifellos großes spielerisches Potenzial, befindet sich aber im Umbruch. In einem Prozess, der bis zum nächsten Sommer noch nicht vollends abgeschlossen ist. Vor diesem Hintergrund ist es ein Vorteil, wenn die Erwartungen nicht allzu hoch sind.

Keine Frage: Frankreich und Portugal sind die Favoriten auf den Gruppensieg und aufs Weiterkommen, Deutschland ist ungewohnterweise trotz Heimvorteils eher Underdog. Diese Rolle spielt dem DFB-Team in die Karten. Es kann mehr gewinnen als verlieren bei dieser paneuropäischen Europameisterschaft.
© Südwest Presse 02.12.2019 07:45
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