Lesermeinung

Zur Ebnater Steige und zur Verkehrssituation in Unterkochen:

Dem Expertenteam ist hier sicher kein Vorwurf zu machen.

Allerdings sollte man sich nicht vor der Tatsache verschließen, dass die Verkehrssituation in Unterkochen – wie übrigens auch in Unterrombach und Hofherrnweiler – der Tatsache geschuldet ist, dass die ursprünglichen Baupläne nicht eingehalten wurden. Das heißt, dass Expertenteam hat die Probleme nicht verursacht.

Nach meiner Erinnerung war es so: Die Zufahrt zur A7 wurde seinerzeit kurz vor Oberkochen schon gerodet und der Anschluss auf die Autobahn sollte in der Nähe von Nietheim sein. Gebaut wurde er aber bei Ebnat. Eine Verlegung der Zufahrt aus Unterkochen heraus bringt heute aber nur dann eine Verbesserung für die Anwohner, wenn diese auch benutzt wird. Das wird aber nur dann passieren, wenn der Anschluss zur A7 an die ursprünglich geplante Stelle verlegt wird. Denn die meisten Fahrer werden immer den kürzeren Weg wählen.

Die Situation am Rombachtunnel ist ungefähr die gleiche. (...) Was im Augenblick in Unterkochen und am Rombachtunnel geplant wird, ist meiner Meinung nach lediglich ein Versuch die Symptome zu lindern, aber mit Ursachenbekämpfung hat das wenig zu tun. Die würde nämlich viel zu teuer, da es zu wenig Betroffene sind. Das ist so wie mit den Windrädern: Die 1000-Meter-Abstandsregelung gilt nur für Gemeinden. Haben sich dummerweise ein paar einzelne Häuser in die nähere Umgebung verirrt, interessiert das niemanden, auch die Grünen nicht.

© Schwäbische Post 02.12.2019 20:00
132 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.