Online-Shopping: Was ist ein Bonus und was ist dabei zu beachten?

  • Abbildung 1: Kleine Boni und Geschenke sind auch aus dem stationären Handel bekannt - im Online-Handel existieren hier jedoch noch mehr Möglichkeiten. | Bild: Alexandra Gorn / Unsplash.com
  • Abbildung 2: Währen deinige Boni eher Werbegeschenken gleichen, sind andere tatsächlich handfester finanzieller Natur. | Jennifer Pallian / Unsplash.com

Im Onlinehandel sind Boni und natürlich auch Rabatte längst wohlbekannt. So sollte man denken, doch während das Wort »Bonus« bekannt ist, fühlen sich viele Verbraucher unsicher, wenn es in Verbindung mit dem Onlinegeschäft genutzt wird. Zugleich bleibt manchmal unklar, weshalb überhaupt Boni vergeben werden. Dieser Artikel schaut sich das einmal genauer an.

Was ist ein Bonus?
Ein Bonus ist zuerst nichts Anderes, als ein einfacher Zusatz. Im stationären Handel hat jeder schon einen Bonus erhalten: Wer statt acht zehn Brötchen gekauft hat, erhielt einen Croissant dazu, beim Metzger gab es ein wenig Wurst gratis, im Supermarkt oder Discounter gibt es teilweise an der Kasse Rubbellose, deren Anzahl sich am Einkaufswert orientieren. Ein Bonus hat also viele Gesichter und viele von ihnen werden sowohl im stationären Handel als auch im Onlinehandel genutzt:

  • Gratisprodukte – bei einer Bestellung erhalten Kunden oft Proben als Beigabe im Paket. Die Proben betreffen jegliche Bereiche, richten sich jedoch nach dem Onlineshop. Wer Tierfutter kauft, der bekommt manchmal eine kleine Tüte mit Leckerchen oder ein simples Spielzeug, bei Drogerie- oder Kosmetikprodukten können Proben von Duschgel oder auch Abschminkpads dabei sein.
  • Erstattung – ein anderer Bonus betrifft Erstattungen. Gerade bei Verträgen kommt dies häufig vor. Der Bonus wird nun auf den monatlichen Beitrag angerechnet. Es gibt allerdings Unterschiede, denn manche Boni werden erst zu einem bestimmten Zeitpunkt freigegeben.
  • Auswahlprodukte – bei wertigen Verträgen oder Käufen können sich Kunden teilweise ein Produkt kostenlos auswählen. So gibt es zum Stromvertrag ein Tablet oder Elektrogerät der Wahl.
  • Punkte – sie gibt es im stationären Handel und im Offlinehandel, oft überschneiden sie sich sogar, da Punktekarten in beiden Bereichen arbeiten. Punkte sind der simpelste Bonus, zudem sind sie sehr verständlich, da sie wahlweise gegen Produkte eingelöst werden oder aber zum Bezahlen genutzt werden können. Ein Punktestand von 1213 würde beispielsweise 12,13 Euro bedeuten.

Ein Bonus soll Kunden nicht nur zum Kauf oder Vertragsabschluss verlocken, sondern auch zu einer größeren Treue verhelfen. Gerade bei den Punktekarten ist dies der Fall, denn Kunden neigen automatisch dazu, eher bei dem Anbieter angeschlossenen Händlern einzukaufen.

Wo treten Boni vermehrt auf?
Durch die verschiedenen Formen sind Boni beinahe überall zu finden. Apotheken, Bestatter oder Rechtsanwälte bieten sie nicht; das würde gegen das Berufsgelübde oder die Sitte verstoßen. Online finden Kunden sie bei:

  • Versorgertarife – dazu zählen Strom- und Gastarife, aber auch Telekommunikation und Fernsehen. Es gibt verschiedene Arten. Gut ist immer, wenn der Bonus direkt auf die monatlichen Abschläge angerechnet wird, allerdings gilt es hier, einen Blick auf den Betrag ohne Bonus zu richten. Ist dieser Betrag akzeptabel?
  • Onlineshops – bei ihnen werden gerne Punktesysteme genutzt, die bei kleinen Shops an die Stempelkarten von Imbissbuden oder auch Bäckereien erinnern. Der Kunde sammelt mit jedem Einkauf Punkte beziehungsweise virtuelle Stempel und erhält ab einem bestimmten Stand etwas gratis oder einen Rabatt. Diese Boni helfen dem Shop, den Kunden auf eine längere Sicht zu halten.
  • Treuebonus – er richtet sich gezielt an Kunden, die schon einige Male in einem Shop eingekauft haben oder bei einem Unternehmen lange Zeit Vertragspartner sind. Der Treuebonus kann vielfältig ausfallen, mal gibt es einfach ein Geschenk, mal einen Rabatt, mal muss der Kunde jedoch auch erst selbst tätig werden. »Ihr Treuebonus: 30 Prozent auf Ihren nächsten Einkauf innerhalb von x Wochen.«
  • Online-Casinos – sie nutzen gerne Willkommensboni, die wiederum sehr unterschiedlich ausfallen können. Manchmal gibt es einen festen Betrag geschenkt, wenn innerhalb einer gewissen Zeitspanne eine erste Einzahlung erfolgt. Andere verdoppeln die erste Einzahlung bis zu einem bestimmten Wert. Wiederum andere stellen einen höheren Bonus in Aussicht, der jedoch erst umgesetzt werden muss. Portale wie CasinoPilot24 zeigen bereits im Vorhinein genau auf, was in Bezug auf die Boni zu beachten ist.

Das ist gewiss nur eine kleine Auswahl. Wer Punktekarten nutzt, der muss nur die teilnehmenden Händler und Online-Anbieter auf der Homepage des Kartenanbieters prüfen, um zu sehen, dass über diese Kartenmodelle eine unglaublich breite Anbietermasse auf Boni setzt.

Was ist zu beachten?
Ein Bonus ist ein Werbe- und Lockmittel, das Kunden davon überzeugen soll, einen Vertrag abzuschließen oder eine andere Aktion auszuführen. Es gibt Boni, bei denen Kunden nichts beachten müssen. Probepackungen als Beilage im bestellten Paket gehören beispielsweise dazu und ähneln den Probestückchen des neuen Brots beim Bäcker. Doch ist es leider nicht immer so einfach:

  • Auszahlung – wie und wann wird ein geldwerter Bonus ausgezahlt oder aber, wann gibt es das versprochene Gratisgerät? Manchmal werden Boni mit dem Hinweis »ab dem 11. Monat verrechnet« ausgegeben. Das Problem: Die Kündigungsfrist für diesen Vertrag ist längst vorbei und je nach Bonushöhe ist der Kunde nicht nur an den Anbieter per Mindestvertragslaufzeit gebunden, sondern zahlt oben drauf.
  • Umsatz – muss im Online-Casino ein Bonus erst umgesetzt werden, sollten gerade unerfahrene Spieler genau hinschauen und den Bonus lieber ausschlagen. Wer einen Bonus von 100,00 Euro zuerst zehn Mal umsetzen muss, der zahlt den Bonus im schlimmsten Fall zehn Mal ein.
  • Anrechnung – gerade bei Stromverträgen wird der Bonus gerne direkt auf den monatlichen Abschlag angerechnet. Das ist kein Problem, allerdings nur, wenn im vorherigen Vergleich der Bonus herausgerechnet wurde. Denn was mit Bonus nach 35,00 Euro im Monat aussieht, könnte nach Ablauf des Bonus ganz schnell zu 60,00 Euro werden.

Auch bei einem Treuebonus sollten Kunden durchaus hinschauen. Das Problem ist immer, wenn der Bonus an eine feste Bedingung geknüpft ist. Gibt ein Tierfuttershop einem Hundehalter, der ohnehin alle paar Wochen Futter kaufen muss, einen Treuebonus mit der Bedingung, dass ein Einkauf in den nächsten acht Wochen stattfinden muss, ist das kein Problem. Wird der Kunde allein für den Erhalt oder die Nutzung des Bonus jedoch zu einem Einkauf gedrängt, ist es problematisch.

Fazit – Bonus nutzen, aber Augen offenhalten
Boni sind für Kunden und Anbieter gleichermaßen positiv. Nur müssen Kunden genau hinschauen und dürfen sich nicht rein aufgrund des Bonus zum Vertragsabschluss oder Kauf verleiten lassen. Glücklicherweise ist es bei Online-Casinos und auch bei Händlern immer möglich, einen Bonus schlichtweg zu ignorieren oder verfallen zu lassen.

Bildquellen:
Abbildung 1: @ Alexandra Gorn / Unsplash.com
Abbildung 2: @ Jennifer Pallian / Unsplash.com

 

© Schwäbische Post 04.12.2019 08:01
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