Regionale Braukunst steht hoch im Kurs

Gerade in der kalten Jahreszeit erfreuen sich die kräftig-würzigen Biersorten von den lokalen Brauereien einer besonders hohen Nachfrage.
  • Der Eisbock und das IPA sind neue Heubacher Spezialitäten.Foto: Heubacher Brauerei
  • Das Kristallweizen der Brauerei Ladenburger ist dieses Jahr mit dem „European Beer Star“ ausgezeichnet worden. Foto: gek
  • Der Traditionsbock aus Ellwangen. Foto: Rotochsen Brauerei

Ostalbkreis. Die regionalen Brauereien bieten zu den Festtagen besondere Spezialitäten an, sei es Festbier, der klassische DerDBock oder auch Craft-Bier. Alle diese Spezialitäten zeichnen sich durch einen besonders würzigen Geschmack und eine goldgelbe Farbe aus.

Neue Craft-Biersorten

Rechtzeitig zur diesjährigen 5.  HEUBACHER brauKunstLounge Mitte Oktober wurde die Familie der Craft-Biere um zwei neue, interessante Sorten erweitert: Das HEUBACHER India Pale Ale (kurz: IPA),welches mittlerweile eine sehr geläufige Craft-Biersorte in der Szene geworden ist. Mittels Kalthopfung mit besonderen amerikanischen Hopfensorten werden größtenteils nur die ätherischen Öle des Hopfens ins Bier gelöst. Hierdurch bekommt das Ale ein sehr fruchtiges und frisches Aroma. Beim Trinken rundet eine deutliche herbe Note den frischen Gesamteindruck ab. Der HEUBACHER Whisky Eisbock ist ein vollmundiges, hochprozentiges Craft-Bier mit knapp 13% vol. Alkoholgehalt. Dieses intensive Geschmackserlebnis wurde mittels eines besonderen Verfahrens durch das Ausfrieren von Wasser aus dem bereits bekannten Whisky Bock in der Hirschbrauerei Heubach hergestellt. „Gewiss sind alle derzeit verfügbaren Sorten der Reihe HEUBACHER brauKunst etwas ganz Besonderes und eignen sich hervorragend als Geschenk zum diesjährigen Weihnachtsfest“, sagt Alexander Caliz, ebenfalls Inhabergeschäftsführer der Heubacher Brauerei.

Ausgereifter Geschmack

„Aus unserer Sicht sind all unsere Biere Spezialitäten,“ betont Alexander Veit, Geschäftsführer der Rotochsen-Brauerei in Ellwangen. „ Aber saisonal haben wir jetzt unseren Traditionsbock und das Weihnachtsbier. Dieses ist im Vergleich zu unserem Edel-Export dunkler, malziger und hat einen etwas höheren Alkoholgehalt. Für edlen Biergenuss steht der Traditionsbock. Für diesen Klassiker wird nochmals mehr Malz als Zutat verwendet, woraus der besonders kräftige und volle Geschmack resultiert. „Unser Bockbier reift bei etwa null Grad über 12 Wochen in unseren Kellern und wird ab November zum Kauf angeboten“, berichtet der Geschäftsführer der Ellwanger Traditionsbrauerei. Dadurch kommt ein besonders ausgereifter, vollmundiger Geschmack zustande.

Genuss aus Zutaten der Natur

Karl Friedrich Ladenburger von der Brauerei in Neuler betont, dass die regionalen Brauereien ausschließlich Getreide und Rohstoffe aus der Region verarbeiten. „Dies garantiert ein glyphosatfreies Bier, da die Verwendung von Glyphosat in Deutschland verboten ist“, sagt er. Warum in den Bierprodukten von etliche Großbrauereien Glyphosat nachgewiesen wurde, erklärt er sich dadurch, dass die Großproduzenten ihr Getreide wahrscheinlich im Ausland zugekauft hätten. Dies stamme häufig aus Polen, zum Teil sogar aus Amerika.

Für welchen Biergenuss man sich zum Fest auch entscheidet, eines haben all diese Raritäten gemeinsam: Sie reifen in speziellen Verfahren über längere Zeit. Dies folgt einem Trend zu besonderen Bieren mit teilweise überraschenden Aromen. So gibt es neben den „Klassikern“ mittlerweile viel zu entdecken. Zu Weihnachten darf man sich das ja auch durchaus mal erlauben. Genussvoll und in Maßen. Nur rechtzeitig einkaufen sollte man, damit das Bierglas zum Fest nicht leer bleibt. als

© Schwäbische Post 06.12.2019 19:49
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