LKA-Großeinsatz in Heidenheim: 11,5 Kilo Drogen sichergestellt

Ein Schlag gegen den internationalen Drogenschmuggel. Sechs Männer wurden vorläufig festgenommen
  • Fotos: onw-images.de

Heidenheim. Am Donnerstagabend gelang den Ermittlern der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Schlag gegen den internationalen Drogenschmuggel. Das berichten die Staatsanwaltschaft und die GER Stuttgart in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Rund 11,5 Kilogramm Beträubungsmittel, insbesondere Marihuana und Kokain, sowie knapp 5.000 Euro konnten sichergestellt werden. Sechs Männer im Alter von 20 bis 25 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Nach Angaben der Polizei und Staatsanwaltschaft laufen die umfangreiche Ermittlungen bereits seit April 2019.

Der Einsatz

Am Donnerstagabend trafen sich die Tatbeteiligten in einem Hotel in Heidenheim. Als einer der Täter Trolleys und Rucksäcke in ein Fahrzeug verlud, erfolgte der Zugriff durch Spezialkräfte der Polizei. Die sechs Täter leisteten laut Angaben der Polizei keinen Widerstand.
Im Anschluss an die Festnahmen erfolgten bis dato neun Durchsuchungsmaßnahmen in Wohnungen und Fahrzeugen im Raum Heidenheim, Leonberg und Raststatt. Hierbei wurden Beweismittel wie Mobiltelefone, Bankkarten und schriftliche Unterlagen sichergestellt, die aktuell ausgewertet werden. Die vorläufig festgenommenen mutmaßlichen Rauschgifthändler machen bislang keine Angaben, heißt es in der Pressemittelung.

Vier Beschuldigte, darunter zwei Albaner, ein Spanier und ein Serbe, werden im Laufe des Freitags vor den Haftrichter geführt. Die zwei weiteren Beschuldigten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

An dem Einsatz waren neben Kräften der GER unterstützend das Zollfahndungsamt Stuttgart, das Polizeipräsidium Einsatz sowie weitere Kräfte aus Heidenheim, Leonberg, Rastatt und Baden-Baden im Einsatz. Die Ermittlungen zur Herkunft der Betäubungsmittel und zu den Hintermännern dauern an.

Info:

In Baden-Württemberg gibt es in Stuttgart und Karlsruhe spezielle Ermittlungseinheiten zur Bekämpfung der organisierten/schweren, grenzüberschreitenden Rauschgiftkriminalität. Die Einheiten bestehen paritätisch aus Zollbeamten des Zollfahndungsamtes Stuttgart und Polizeibeamten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg. Durch die Zusammenlegung der beiden Verwaltungen wird die Ermittlungsarbeit gebündelt und verstärkt.

© Schwäbische Post 10.01.2020 13:29
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