Schnelle PH-Buslinie gewünscht

Zur Parksituation an der Pädagogischen Hochschule:

Seit über einem halben Jahrhundert verstanden Verkehrspolitiker und die Gebietskörperschaften Mobilität als immer mehr Straßen und Parkplätze für Autos. „Die autogerechte Stadt“ und „freie Fahrt für freie Bürger“ waren so einige Devisen. Den Autoverkehr förderte man nachdrücklich, während man die Eisenbahn und deren Gleisstruktur hat verlottern lassen. Kritik an dieser Verkehrspolitik wurde nicht gehört und war auch nicht erwünscht. Die Folgen kann man zum Beispiel während des Feierabendverkehrs in der Gmünder Innenstadt erleben. Angesichts einer solchen Fehlentwicklung ist es ein Lichtblick, wenn nun die PH-Rektorin nicht nach weiteren Pkw-Parkplätzen ruft, so wie es die Gemeinden immer getan hatten und auch noch heute tun, sondern eine Buslinie vom Bahnhof zur PH vorschlägt. Gegebenenfalls müssten dann zusätzlich Gebühren für die restlichen Parkplätze bezahlt werden. Wir sind nun gespannt, wie die lokale Politik und die bürgerlichen Parteien auf diesen umwelt- und gesellschaftsfreundlichen Vorschlag reagieren.

© Schwäbische Post 11.02.2020 20:41
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Kommentare

In my humble opinion

>Schnelle PH-Buslinie vom Bahnhof zur PH gewünscht<

Nachvollziehbar und logisch - auf der einen Seite. Auf der anderen Seite stellen sich doch Fragen:

a) Wie kommen die Benutzer ( Studenten ) denn zum Bahnhof ( um dort in den PH-Bus einzusteigen ), sollen die ihr Auto vielleicht auf einem Parkplatz dort abstellen?

b) Wenn sie hingegen mit Bus oder Bahn zum Bahnhof anreisen - wer zahlt die Fahrstrecke vom Einsteigeort bis zum Bahnhof?

c) Wie kommt 'man' denn von der Wohnung zum nächstgelegenen Einsteigeort ( das Auto steht wohl meistens nahe an der Wohnung zum Einsteigen bereit )?

d) Wer zahlt für die Defizite der PH-Buslinie, wer müsste für die Kosten eines Parkhauses an der PH aufkommen?

e) Könnte die Stadt ein solches Parkhaus errichten und betreiben?

f) Wie sähe die Rechnung aus, wenn man die Kosten für ein ( mehrstöckiges Stahlskelett- )Parkhaus auf die Parkgebühren umlegt und 'zeitgleich' den Überwachungsdruck für Falschparker ( auch auf Anwohnerparkplätzen ) zumindest jeweils in den ersten drei Wochen nach Semesterbeginn massiv auf 'täglich' erhöhen würde, davon ausgehend, dass Studenten*inn*en lernfähig sind? Später wäre eine Kontrolle nach Zufallsprinzip ein- bis zweimal pro Woche wohl ausreichend.