Querpass

Mehr als Pompons

  • über die Diskussion, ob Cheerleading ein Sport ist Savannah Blank Foto: Jaqueline Schuon
Böse Zungen behaupten , Cheerleading sei kein Sport. Genannt werden dafür viele Gründe: Zum einen sei es nur eine Begleiterscheinung neben dem Basketball. Nur ein Herumgehüpfe in kurzen Röcken und Pompons. Nur geschminkte Püppchen, die das Publikum belustigen.

Nun, das stimmt so nicht. Ja, die Röcke sind kurz und das Gesicht geschminkt. Aber: Beachvolleyball- und Tennis-Spielerin zeigen auch nicht weniger Haut. Und überhaupt, wieso darf man beim Sport nicht geschminkt sein?

Dass Cheerleading Sport ist, lässt sich auch mit Fakten belegen. Zum einen sind Elemente aus Tanz und Akrobatik vorhanden. Zudem ist Cheerleading eine anerkannte Sportart, genauso wie etwa Fußball es ist. Am 6. Dezember 2016 hat das Internationale Olympische Komitee sogar dafür gesorgt, dass Cheerleading vorläufig als olympische Sportart anerkannt wird. Heißt: Der Cheerleading-Weltverband darf sich nach drei Jahren offiziell dafür bewerben, in das Olympia-Programm aufgenommen zu werden. 2024 ist es also durchaus möglich, zig Cheerleader aus allen Nationen bei den Sommerspielen in Paris zu sehen.

Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass der Sport die Olympischen Spiele bereichert. 2018 waren Cheerleader aus aller Welt bei den Winterspielen in Pyeongchang. Sie traten zwar nicht an, zeigten aber im Rahmenprogramm, was sie können. Ziel war es, die Anerkennung des Sports weiter zu fördern. Denn das ist es definitiv – ein Sport.
© Südwest Presse 29.02.2020 07:45
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