VfB Stuttgart

Mit Dreierkette und Doppel-Sechs zum Erfolg

Trainer Pellegrino Matarazzo hat Respekt vor Auswärtsgegner Greuther Fürth.
Mit einem Sieg am Samstag beim Tabellensechsten Greuther Fürth (13 Uhr/Sky) könnte Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart erstmals seit vielen Wochen wieder mit dem Spitzenreiter gleichziehen – zumindest vorübergehend. Tabellenführer Arminia Bielefeld hat am Sonntag den SV Wehen-Wiesbaden zu Gast, könnte also wieder davonziehen. Trotzdem sagt Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo: „Die Tabelle spielt aktuell keine große Rolle für uns. Das ist nur eine Randnotiz“, behauptet der 42-Jährige.

Personell kann der VfB-Chefcoach, dessen Team in der vergangenen Woche nach dem überzeugenden 3:0 gegen Regensburg auf Rang zwei geklettert ist, nahezu aus dem Vollen schöpfen in Fürth: Bis auf Kapitän Marc Oliver Kempf, der nach seinem Kieferbuch noch etwas Zeit benötigt, sind Spieler alle fit. Also auch die langzeitverletzten Abwehrspieler Marcin Kaminski (Kreuzbandriss) und Holger Badstuber (Muskelverletzung).

Gut möglich, dass zumindest einer von beiden in den Kader für das Fürth-Spiel rutscht. „Man muss sehen, wer sich bereit fühlt“, sagt der Trainer. Für die Startelf kommen die beiden Abwehrspieler noch nicht in Frage.

In Fürth dürfte Matarazzo wieder auf die zuletzt so starke Dreierkette mit Pascal Stenzel, Atakan Karazor, der zuletzt leichte muskuläre Probleme hatte, und Roberto Massimo setzen. Und auf die Doppel-Sechs im Mittelfeld mit Wataru Endo und Orel Mangala. „Diese Formation hat für relativ viel Stabilität in unserem Spiel gesorgt“, sagt der Trainer.

Lob und Tadel für Mangala

Endo und Mangala ergänzten sich sehr gut. Matarazzo lobt vor allem Mangala und dessen Ballsicherheit und Robustheit. Im Passspiel sei jedoch bei dem 21 Jahre alten Belgier nicht alles Gold, was glänze: „Er weiß, dass er noch zielgerichteter spielen muss.“

Der VfB, der nach der Winterpause mit vier Siegen und einem Unentschieden stark gestartet ist, stellt sich auf einen motivierten Gegner ein. „Ich erwartete eine Fürther Mannschaft, die sich nicht versteckt, die früh presst und unterschiedliche Möglichkeiten hat, Tore zu erzielen“, sagt Matarazzo. Die Franken beherrschten das Spiel über die Flügel ebenso wie jenes durch das Zentrum mit flachen Pässen.

Weiter auf einen Einsatz warten muss Philipp Förster. Unter Matarazzos Vorgänger Tim Walter war der frühere Sandhausener gesetzt. Zuletzt wurde er nicht mehr berücksichtigt, saß nur auf der Bank, während andere auf dem Feld wirbelten. Unter der Woche habe Linksfuß Förster im Training einen guten Eindruck gemacht, wie der Coach berichtet. „Das hat mir wirklich gut gefallen. Wenn er so weiter macht, steht er auch irgendwann mal wieder auf dem Platz.“

Carsten Muth

Info Das Zweitliga-Topspiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV am 6. April ist ausverkauft. Wie der VfB mitteilte, gibt es für das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (9. März) nur noch wenige Karten.
© Südwest Presse 29.02.2020 07:45
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