Aufzugssparte wird verkauft

Das Geschäft bleibt im Land, die Arbeitsplätze sind bis 2027 sicher. Die Aktionäre gehen leer aus.
  • Martina Merz: Geld bleibt im Unternehmen. Foto: Ina Fassbender/afp
Thyssenkrupp will nach der Entscheidung für den Verkauf seiner Aufzugssparte bis Mai klären, wie es mit den anderen Unternehmensteilen weitergehen soll. Der Stahl- und Industriekonzern verkauft das Geschäft mit Aufzügen und Rolltreppen für 17,2 Mrd. EUR an ein internationales Konsortium, zu dem auch die RAG-Stiftung gehört. Thyssenkrupp will die Einnahmen aus dem verkauf komplett für die Reduzierung von Schulden sowie den Konzernumbau verwenden. „Die Erlöse bleiben im Unternehmen“, sagte die Vorstandsvorsitzende Martina Merz. Eine Sonderausschüttung für die Aktionäre werde es nicht geben.

Den Vollzug des Verkaufs erwartet Thyssenkrupp bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres am 30. September. Mit Bedenken der Kartellbehörden rechnen die Essener nicht. Die neuen Eigentümer verfügten über ein hohes Maß an Erfahrung darin, Unternehmen auf einen profitablen Wachstumskurs zu führen, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Mit ihnen sei vereinbart worden, dass Thyssenkrupp Elevator als globaler Konzern weitergeführt werde. Der Unternehmenssitz bleibe in Deutschland.

Die IG Metall hat mit den künftigen Eigentümern eine Standort- und Beschäftigungssicherung bis mindestens 31. März 2027 vereinbart. dpa
© Südwest Presse 29.02.2020 07:45
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