Coronavirus: Ostalbkreis aktualisiert Empfehlungen für Rückkehrer aus dem Italienurlaub

Südtirol wird doch nicht als Risikogebiet eingestuft.

  • Symbolbild: Pixabay

Aalen. Wegen einer Vielzahl von Urlaubsrückkehrern aus Südtirol, die sich am Wochenende aufgrund von Krankheitssymptomen wie Husten, Schnupfen und Fieber besorgt an das Gesundheitsamt des Ostalbkreises gewandt hatten, hat der Ostalbkreis am Sonntag, 1. März, vorsorglich Verhaltensempfehlungen ausgesprochen.

Nachdem das Robert-Koch-Institut am Montagvormittag die Corona-Risikogebiete angepasst hat und Südtirol weiterhin nicht als Risikogebiet eingestuft wird, aktualisiert das Landratsamt Ostalbkreis jetzt in Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt und den verantwortlichen Ministerien seine Empfehlungen.

Demnach können all diejenigen,

• die nicht aus einer als Risikogebiet eingestuften Region zurückkehren - also auch die
Rückkehrer aus Südtirol - und
• die keine Symptome wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber oder Durchfall aufweisen,

Gemeinschaftseinrichtungen besuchen.

Das heißt, der von den Empfehlungen des Landratsamts betroffene Personenkreis wie Schülerinnen und Schüler, Kindergartenkinder und Betreute in Tageseinrichtungen, Lehrkräfte und Betreuungspersonal in Schulen, Erzieherinnen und Erzieher sowie Betreuungspersonal in Kindergärten und Kindertagesstätten sowie Pflegepersonal in Krankenhäusern und Pflegeheimen kann seine jeweilige Einrichtung besuchen.

Davon unabhängig gilt weiterhin, dass alle Bürgerinnen und Bürger, die innerhalb der letzten 14 Tage in den folgenden Risikogebieten waren, unnötige Kontakte vermeiden und für 14 Tage nach Rückkehr aus diesen Risikogebieten in häuslicher Isolation bleiben sollten. Als Risikogebiete sind eingestuft (Stand 2. März):

  • In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang
  • Im Iran: Provinz Ghom
  • In Italien: Region Emilia-Romagna (neu), Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien
  • In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

Dennoch sollten - so der Rat der Gesundheitsbehörden - grundsätzlich alle Bürgerinnen und Bürger sämtliche Hygienemaßnahmen wie eine intensive Händehygiene, Hygiene beim Husten und Niesen und ausreichend Abstand dringend einhalten.

Personen, die Symptome aufweisen, sollen weiterhin zu Hause bleiben und Kontakte meiden, bis feststeht, ob sie an Corona erkrankt sind. Personen, die sich in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sollten 14 Tage nach Rückreise – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

Bei Verdacht auf eine Ansteckung oder bei vorhandenen Symptomen gelten die folgenden Telefonnummern als erste Anlaufstelle:

• Zuständiger Hausarzt

• Geschäftsbereich Gesundheit, Landratsamt Ostalbkreis: (07361) 503-1900

• Ostalb-Klinikum Aalen: (07361) 55-0

• Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd: (07171) 701-0

• St. Anna-Virngrund-Klinik: (07961) 881-0

Das Landratsamt Ostalbkreis wird weiterhin aktuell über die Entwicklungen informieren und seine Empfehlungen entsprechend anpassen.

 

Bei veränderter Sachlage wird das Landratsamt unverzüglich informieren.

Kurzfristig wurde am Wochenende die Gmünder Vesperkirche abgesagt.

Die Stadt Aalen trifft verschiedene Maßnahmen zum Infektionsschutz und informiert Kitas, Schulen und Bedienstete.

Alle Entwicklungen in Baden-Württemberg haben wir hier zusammengefasst.

Einen Überblick über alle Artikel zum Thema bietet unser Dossier.

 

© Schwäbische Post 02.03.2020 13:20
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Kommentare

Karl Meyer

es ist unglaubich.

wenn tausende , jährlich an grippe sterben.

keine nachricht wert.

jetzt nur noch hysterie...

Meine Meinung

Mit Angst ist sehr sehr viel Geld zu verdienen .

Reine Panik mache.

Wie viele Menschen sind dieses Jahr schon an Grippe gestorben.

Joe2302

Meine Meinung schrieb am 02.03.2020 um 09:12

Wie viele Menschen sind dieses Jahr schon an Grippe gestorben.

Stand 28.02. sind in den ersten 2 Monaten dieses Jahres nachweislich bereits 161 Menschen in Deutschland an Grippe gestorben. Kam im Radio und war auch im Internet zu lesen. Finde grad nur den Link nicht.

Von daher alles Panikmache. Die Hersteller von Sagrotan & Co. freuen sich und reiben sich die Hände ob des unerwartet schnellen Rubels, der da rollt.

tsh

"Alles Panikmache"?

Jein. Auch ich kann "Corona" "nicht mehr hören" und finde, dass teilweise falsch berichtet wird und in manchen Fällen tatsächlich eher Panik verbreitet wird.

ABER

Ein Blick auf die Zahlen: in Deutschland erkranken jedes Jahr (Quelle: www.rki.de) geschätzt 5-20% der Bevölkerung an Influenza (Virusgrippe), das sind 4-16 Millionen Menschen. Davon sterben - je nach Aggressivität der "aktuellen" Viren - in Deutschland wenige hundert bis über 20.000 Menschen (2018). Umgerechnet ergibt sich eine Sterblichkeitsrate von (deutlich) unter 0,1%.

Wenn man sich die "Echtzeitkarte" (https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6) zu COVID19 anschaut, dann liegt die Mortalitätsrate - trotz aller aktuellen Anstrengungen - um den Faktor 10-20 höher. Wenn man dies auf Deutschland umrechnet und eine ähnliche Infektionsrate wie bei Influenza unterstellt (obwohl hiergegen geimpft wird), dann könnte die Anzahl der Todesfälle deutlich 6stellig werden, bis hin zu 400.000. Falls z.B. der Virologe der Berliner Charite recht haben sollte und es tatsächlich zu 60-70% Infizierten in Deutschland kommen könnte, könnte die Zahl der Todesfälle auch im Millionenbereich liegen.

Das sind dann schon Zahlen, die ich bedenklich finde. Panik ist natürlich die schlechteste Lösung, aber Aufklärung sicher sinnvoll!

Häberle & Pfleiderer

tsh schrieb am 02.03.2020 um 18:29

Jein. Auch ich kann "Corona" "nicht mehr hören" und finde, dass teilweise falsch berichtet wird und in manchen Fällen tatsächlich eher Panik verbreitet wird.

ABER

Ein Blick auf die Zahlen: in Deutschland erkranken jedes Jahr (Quelle: www.rki.de) geschätzt 5-20% der Bevölkerung an Influenza (Virusgrippe), das sind 4-16 Millionen Menschen. Davon sterben - je nach Aggressivität der "aktuellen" Viren - in Deutschland wenige hundert bis über 20.000 Menschen (2018). Umgerechnet ergibt sich eine Sterblichkeitsrate von (deutlich) unter 0,1%.

Wenn man sich die "Echtzeitkarte" (https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6) zu COVID19 anschaut, dann liegt die Mortalitätsrate - trotz aller aktuellen Anstrengungen - um den Faktor 10-20 höher. Wenn man dies auf Deutschland umrechnet und eine ähnliche Infektionsrate wie bei Influenza unterstellt (obwohl hiergegen geimpft wird), dann könnte die Anzahl der Todesfälle deutlich 6stellig werden, bis hin zu 400.000. Falls z.B. der Virologe der Berliner Charite recht haben sollte und es tatsächlich zu 60-70% Infizierten in Deutschland kommen könnte, könnte die Zahl der Todesfälle auch im Millionenbereich liegen.

Das sind dann schon Zahlen, die ich bedenklich finde. Panik ist natürlich die schlechteste Lösung, aber Aufklärung sicher sinnvoll!

an * Oettinger Woiza, Alkohlfrei * ist noch gar keiner gestorben *** 

gibt es sogar Rezeptfrei ... zum Wohl sein *

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