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Zahlungsarten in Online Casinos werden nach dem Abgang von PayPal immer diverser

Im vergangenen Sommer zog sich der Zahlungsdienstleister PayPal aus dem Casinogeschehen des Internets zurück. Das war für viele Casinos und Glücksspieler ein Schock, denn nicht jeder besitzt oder nutzt eine Kreditkarte oder möchte diese für Einzahlungen verwenden. Seitdem hat sich durchaus etwas getan, denn viele andere Zahlungsdienstleister arbeiten nun mit den Online-Casinos zusammen. Dies ist auf der einen Seite vorteilhaft, doch auf der anderen Seite scheint es, als seien die Zahlungsoptionen ein ganzer Flickenteppich geworden. Dieser Artikel schaut sich die Zahlungsmöglichkeiten einmal an.

Klassische Zahlungsoptionen

In Online-Casinos kann natürlich weiterhin über die klassischen Zahlungsmittel Geld eingezahlt werden:

  • Kreditkarten – sie werden immer akzeptiert, die meisten Online-Casinos nehmen zudem Prepaid-Kreditkarten als Zahlungsmittel an.
  • Überweisung – natürlich können Spieler Einzahlungen auch mittels einer normalen Überweisung tätigen.
  • Lastschrift – auch sie ist im Regelfall erlaubt.


Problematischer ist die Auszahlung eines Gewinns. Auch dies funktionierte über PayPal problemlos. Heute ist unter den klassischen Zahlungsmitteln einzig die Überweisung möglich. Jetzt, da das Online-Glücksspiel legalisiert wird, stellt diese auch kein Problem mehr dar. Bislang geschah zwar nichts, doch fiel das Online-Glücksspiel in die Grauzone und Banken hätten die Gewinnauszahlung ablehnen können.

Etablierte Zahlungsanbieter

Längst gibt es neben PayPal Online-Zahlungsanbieter, die sich etabliert haben. Auch sie werden vermehrt in den Casinos anerkannt, dienen aber zumeist wieder nur der Geldeinzahlung:

  • Klarna – das war einmal die Sofortüberweisung, wobei Klarna mehrere Dienstleistungen bietet. Über den Anbieter kann Geld in Sekundenschnelle an das Casino geschickt werden und wird dort auch sogleich angezeigt. Auch Lastschriften sind über den Service möglich.
  • Neteller - auch dieser Anbieter garantiert das sekundenschnelle Überweisen von Geld. Der Anbieter ist sicher, erfordert jedoch eine vorherige Registrierung. Der Dienst bietet mitunter Kreditkarten, beschränkt sein Angebot jedoch nicht nur auf das Überweisen, sondern auch Erhalten von Geld.
  • GiroPay - auch über diesen Dienst kann in Echtzeit Geld eingezahlt werden. Es ist das deutsche Bezahlsystem der Banken und Sparkassen und wird vermehrt in Casinos angeboten. Praktisch: Über GiroPay können Altersverifikationen durchgeführt werden.

Weitere Möglichkeiten

In den vergangenen Jahren kamen immer mehr Zahlungsanbieter auf den Markt. Zumeist handelt es sich um eine Variante des Online-Wallets. Bei dieser Variante meldet sich der Nutzer zuerst bei dem Dienstleister an und erstellt dort sein Konto. Nun kann er es mit seiner Kreditkarte oder dem Bankkonto verknüpfen – ähnlich PayPal also. Andere Anbieter arbeiten ohne diesen Zwischenschritt und erfordern kein vorheriges Anmelden. Einige Beispiele im Überblick:

  • Zimpler - dieser Anbieter stammt aus Schweden und wurde 2016 gegründet. Die Transaktionen können über das Handy angestoßen werden, ohne dass eine App notwendig ist. Dieser Anbieter richtet sich mittlerweile besonders an Casinospieler und bietet mitunter Tools, die die Ausgaben im Blick zu halten helfen. Das Zimplerkonto wird mittels der eigenen Telefonnummer und einer Bestätigungs-SMS erstellt. Auch via Rechnung kann über den Service bezahlt werden. Leider erlaubt es Zimpler nicht, Gewinne über den Dienst auszahlen zu lassen.
  • Trustly - auch dieser Anbieter stammt aus Schweden. Über den Dienst wird vom eigenen Bankkonto aus bezahlt, also ähnlich wie bei Klarna. Das bedeutet natürlich auch, dass der Geldempfang nicht möglich ist.
  • PaySafeCard - sie ist im Onlinegeschehen sehr beliebt, da die PaySafeCard keinerlei Rückschlüsse auf das eigene Konto zulässt. Bei der Karte handelt es sich um eine Guthabenkarte, die im stationären Handel und online erworben werden kann. Ähnlich einer Prepaid-Karte wird mit dem Kartenguthaben bezahlt. Nachteil: Die Karte kann nicht wiederaufgeladen werden, sondern muss gegen eine Neue ersetzt werden, sobald sie leer ist.
  • Bitcoin - auch die Kryptowährung Bitcoin ist in Casinos angekommen. Interessenten müssen zuerst Bitcoin kaufen und können diesen Wert dann als Zahlungsmittel im Online-Casino einsetzen. Allerdings entdecken viele Casinos jetzt erst den Markt, sodass das Angebot noch eingeschränkt ist.

Diese Auflistung ist längst nicht vollständig. Online-Casinos nehmen regelmäßig neue Zahlungsanbieter mit in ihr Portfolio auf, manchmal sogar mit speziellen Boni. Mehr Informationen finden Nutzer auf www.slot-spiele.de, so dass letztlich jeder ein Casino mit einem passenden Zahlungsanbieter findet.

Allgemeine Probleme

Das größte Problem ist, dass viele Zahlungsanbieter reine Einbahnstraßen sind, also nur Ein- jedoch keine Auszahlungen bieten. Somit müssen Spieler einen zweiten Weg im Hinterkopf behalten, sofern sie ihre Gewinne auszahlen lassen möchten. Zudem gilt:

  • Gebühren prüfen – zumeist werden die Gebühren bei einer Einzahlung vom Casino übernommen, doch ist das nicht immer der Fall. Ein Vergleich ist daher wichtig, damit die Einzahlung nicht um einen gewissen Wert gekürzt wird. Wer ein E-Wallet nutzt, der muss in den meisten Fällen mit einer Gebühr rechnen.
  • Auszahlungskosten – sie kosten in der Regel. Spieler müssen hier genau hinschauen, denn die Gebühren für die Auszahlung variiert je nach Casino und Zahlungsmöglichkeit.
  • Überblick – je nachdem, wie viele Casinos ein Spieler nutzt, ist es notwendig, gleich mehrere Zahlungsdienstleister zu nutzen. Das erschwert natürlich den Überblick. Dies gilt insbesondere für die Wallets und Anbieter, bei denen der Spieler zuerst ein Konto erstellen muss.

Leider ist bislang im Casinobereich noch nicht die PayPal-ähnliche Lösung aufgetaucht, die ebenso anerkannt ist und so häufig angeboten wird. Doch da sich der Markt der Online-Zahlungsanbieter immer weiterentwickelt, ist es eher eine Frage der Zeit, wann ein speziell für Casinos gedachter Service dieser Art auftaucht.

© Schwäbische Post 03.03.2020 16:29
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