Explorhino digital erleben

Jeden Tag gibt's ein Video zum Staunen, Verstehen und zuhause Mitmachen. Hier gibt's die Experimente der ersten Tage:

  • Foto: explorhino

Aalen. Spannende Experimente, knifflige Quiz-Fragen und besondere Einblicke ins explorhino, das alles will der Leiter des explorhino Science Centers in Aalen, Christoph Beutelspacher seinen jungen Gästen auch jetzt nach der Schließung wegen Corona nicht verwehren. Das Team hat die Köpfe rauchen lassen, damit auch in dieser außergewöhnlichen Situation Wissenschaft an die Frau und den Mann gebracht werden kann. „Die Wissenschaft schläft eben nicht!“, sagt Beutelspacher. Und deshalb kommt das explorhino ab Dienstag, 17. März täglich mit spannenden Experimenten, Einblicken und Tüfteleien zu allen nach Hause - auf digitalem Weg.

Jeden Tag gibt es per Instagram und Facebook ein Video zum Staunen, Verstehen und zuhause Mitmachen. „Gerade die zwangsweise zu Hause gebliebenen Schüler sollen so hoffentlich jeden Tag ein bisschen explorhino erleben können“, so Beutelspacher.

Erstes Experiment: Nicht-Newtonsche Flüssigkeit

Mal flüssig, mal ganz fest - es kommt darauf an, wie man damit umgeht. So könnt Ihr den Brei zum Experimentieren mit Dr. Rhino ganz einfach zuhause nachmachen:

Für dieses Experiment braucht man:

  • etwa 30 ml Wasser
  • Speisestärke
  • eine Schüssel

Und so geht's:

Das Wasser in die Schüssel füllen und dann nach und nach in kleinen Portionen etwas von der Stärke dazu geben. Wenn die Mischung einen Brei ähnlichen Zustand erreicht hat, seid Ihr fertig.

Jetzt könnt Ihr beobachten, wie sich die Flüssigkeit verhält. Unter Einwirkung von Kraft verhält sie sich wie ein Feststoff und kann sogar splittern. Lässt man die Flüssigkeit hingegen in Ruhe oder setzt weniger Kraft ein, verwandelt sie sich in eine fließende Masse.

Erklärung:

Durch Krafteinwirkung wird das Wasser zwischen den Speisestärke-Teilchen verdrängt. Diese verhaken sich ineinander und die Flüssigkeit wird fest. Lässt man seine Finger langsam in den Brei gleiten, wirkt das Wasser als Schmiermittel und das Gemisch fühlt sich flüssig an.

Zweites Experiment: Scheinbar leer und trotzdem voll 

Scheinbar leer und trotzdem voll - auch Luft braucht ihren Platz. Wie Ihr das nachweisen könnt, zeigt dir Dr. Rhino in diesem Experiment. 

Für das Experiment braucht man:

  • Ein Glas
  • Etwas Knete
  • Einen Trichter der gut auf fas Glas passt

Und so geht's:

Die Knete zu einer Wurst formen und auf den Rand des Glases legen. Den Trichter nun fest auf die Knete drücken. Wichtig: Es darf keine Luft mehr in den Glasinnenraum durchkommen! Gießt nun etwas Wasser in den Trichter.

Wie Ihr seht tropfen höchstens ein paar wenige Tropfen ins Glas runter, der Rest des Wassers bleibt im Trichter stehen.

Erklärung:

Das liegt daran, dass das Glas schon mit Luft gefüllt ist. Da Ihr den Raum zwischen Glas und Trichter mit der Knete abgedichtet habt, kann diese Luft nur durch die Öffnung im Trichter entweichen. Dort füllt man nun aber das Wasser rein. Die Luft ist also im Glas gefangen und für das Wasser ist dort kein Platz mehr.

Facebook und Instagram

Die Videos gibt es auch jeden Vormittag auf Instagram und Facebook zu sehen.

Mindestens bis zum 3. April bleibt das explorhino als Vorsorge zur Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus geschlossen.

 

 

© Schwäbische Post 19.03.2020 13:35
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