Lesermeinung

Zu Berichten und Kommentaren, SP, vom 17. und 18. März

Vor einem halben Jahr verkündeten Städte den Klimanotstand. Begründet wurde das mit CO2 in der Atmosphäre, das angeblich dem Klima schade. Dafür gibt es keinen Beweis!

Seit einem Vierteljahr breitet sich ein Virus aus, das weltweit Menschen schwer erkranken lässt. Für viele ist der Krankheitsverlauf tödlich. Was war den Ministerpräsidenten in dieser Lage anfangs besonders wichtig? Sie beschlossen die Erhöhung der Zwangsgebühr für den Rundfunk.

Einige Bundesminister hatten den Ernst der Lage erkannt, beschlossen und ordneten an, um der Ausbreitung der Ansteckung entgegen zu wirken. Das muss man anerkennen. Weil das Virus und die Vorbeugungsmaßnahmen die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise stürzen, sind außerordentliche finanzielle Anstrengungen erforderlich. Nicht nur Unternehmen, jeder Einzelne, der (..) seinen Arbeitsplatz verliert, kann in eine tief einschneidende Notlage geraten. (..)

Der Wirtschaftsminister hatte vorab erwogen, dass der Staat mit 500 Milliarden Euro unterstützend einspringen werde. Ob das reichen wird? Es ist auf jeden Fall das Geld der Bürger, die ihrer Steuerpflicht nachkommen

Wenige Tage später drängen sich Klimaschützer forsch in die Berichterstattung über die Virus-Krise, allen voran Bundesministerin Svenja Schulze (SPD) und Günen-Politiker Anton Hofreiter und nun auch Cem Özdemir: Der „Klimaschutz“ der mit einer angeblichen Gefährlichkeit von CO2 begründet wird, dürfe nicht vernachlässigt werden. Sie fordern noch mehr Windenergie- und Fotovoltaikanlagen. Verstärkt wird dieses von Igor Steinle in der Südwestpresse, der behauptet, die „Klimakrise“ sei nicht ausgestanden und verstärkte Anstrengungen bei E-Autos und der energetischen Gebäudesanierung fordert.

Eingedenk der Tatsache, dass Bürger jetzt schon jährlich mehrere zig Milliarden Euro für die mit „Klimaschutz“ begründete Energiewende aufbringen müssen, ist die Forderung selbst ernannter Klimaschützer ein schamloses Agieren in der tatsächlichen Notlage. Das Geld für „Klimaschutz“ ist verantwortungsvoll angelegt beim Ausbau des Gesundheitsschutzes und der vorbehaltlosen Unterstützung aller, die durch Corona, eine wirkliche Krise, in existenzielle Not geraten. An die Minister: Befolgen Sie Ihren Amtseid zum Schutz der Menschen – Klima kann man nicht schützen!

© Schwäbische Post 24.03.2020 21:56
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Kommentare

derleguan

bitte nicht das eine gegen das andere ausspielen und versuchen die Bevölkerung zu spalten. Natürlich brauchen wir die finanziellen Maßnahmen in der Coronakrise, wenn sie auch in der Finanzierung von bedingungslosen Grundeinkommen besser angelegt wäre.

Wir brauchen jetzt aber auch den Kohleausstieg - vor 2030. Und der Atomausstieg sollte möglichst schnell vollendet sein. Sind unsere Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und auch Biogasanlagen einmal abgeschrieben, werden sie beispiellos günstig Strom produzieren und sämtliche fossilen Kraftwerke mit den Energieträgern Öl, Kohle, Uran, die immer wieder neu gefördert werden müssen in den Schatten stellen. Die fossilen Energieträger sind die, die immer wieder Gelder auffressen und den Strom teurer machen als er eigentlich sein könnte. An die Minister: Befolgen Sie Ihren Amtseid zum Schutz der Menschen – Klima nicht vergessen, auch das muss man schützen! Jeder seriöse Wissenschaftler kann dies bezeugen!

Stefan Weber

Sehr geehrter Herr Wekemann,

manche Menschen wollen oder können es sich nicht vorstellen, dass die Welt komplexer ist als sie viele gerne hätten. Die Welt ist nicht geprägt von Schwarz-Weiß-Vorstellungen. Es gilt oft der Grundsatz: Das eine tun, ohne das andere zu lassen. Oder lassen Sie mich es ganz konkret machen. Einem Menschen in Schleswig-Holstein nützt es nichts, wenn er von Corona geheilt wird und ihm danach sein Häuschen absäuft, weil der Meeresspiegel auf Grund der Erderwärmung durch den CO2-Anstieg dramatisch ansteigt. Es nützt ebenfalls nichts, von der Lungenkrankeit Corona geheilt zu werden, um anschließend an Lungenkrebs in Folge zu großer Umweltbelastungen in der Luft zu sterben. Es ist keine Zeit für einfache Lösungen, auch wenn manch einer es sich gern so wünschen würde!

Stefan Weber Aalen

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